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Künstlerlexikon Portrait

Zero 7

Herkunft: Großbritannien
Zero 7; Rechte: Zero 7 Bild vergrößern

Zero 7

Vorgestellt am 12.06.06 in Funkhaus Europa

Im ersten Moment meint man mitten in den Siebzigern gelandet zu sein, bei den einlullenden Vokalharmonien von Crosby, Stills, Nash & Young oder in der Pop-Wundertüte von Fleetwood Mac zu Zeiten von "Rumours".

Kein Zweifel: Sam Hardaker und Henry Binns von Zero 7 lieben die Folkies und den Westcoast-Rock der Seventies, aber auch die guten alten Motown-Zeiten und die eigenen Kindheits-Erinnerungen an das Singen im Kirchenchor.
All diese Musikstile finden sich auf ihrer dritten CD "The Garden".

Die ersten Schritte in die Oberliga des Electronic Songwritings machen Zero 7 in den legendären RAK Studios in London, wo schon The Who, Paul McCartney, The Pogues, Al Green und unzählige andere Größen ihre Spuren hinterlassen haben.
Sie jobben als Toningenieure und sind weit mehr vom Siebziger-Jahre-Equipment fasziniert, das in den Studios überlebt hat, als von den Bands, für die sie arbeiten. Nachts modellieren sie eigene Sounds und beginnen zu remixen.
Die Ergebnisse sind von so schwindelerregender Schönheit und sinnlicher Brisanz, dass bald die Bands Schlange stehen, um von diesen beiden Goldfingern bearbeitet zu werden.
Die Remixe aus dieser Zeit sind heute Kult: Pet Shop Boys, Terry Callier, Radiohead, Robert Plant, Lenny Kravitz, Lambchop,…

2001 dann endlich das Debutalbum "Simple Things", 2004 folgte "When it falls" - beide Alben verzauberten mit einer Mischung aus Breakbeats und Orchestersounds, aus magischen Melodien und märchenhaften Stimmungen.
Am Mikrofon stehen die australische Pop-Chanteuse Sia Furler, die schon lange mit dem Duo arbeitet und vielen auch aus dem Soundtrack zu "Six Feet under" bekannt sein dürfte; der in Schweden lebende Argentinier José Gonzales, ein Singer/Songwriter aus dem Genre der Leisetreter und zum ersten Mal auch Henry Binns, der sich mit seiner Stimme aus dem Background ins Scheinwerferlicht traut.
Dazu spielen Sam Hardaker und Henry Binns selbst Piano, Syntheziser, Perkussion, Schlagzeug, lassen Bläser, Streicher, Chöre, Akustikgitarren, Laptops, Akkordeon, Mandoline hören und manch anderen, nicht eindeutig zuordenbaren Klangerzeuger.

Die Suche nach einem Genre für diese Musik ist wie die Musik selbst: A never ending Story.


Discographie:

  • Simple Things (Atlantic Records UK 2001)
  • Another Late Night: Zero 7 (Kinetic Records, 2002)
  • When It Falls (Eastwest (Warner), 2004)
  • The Garden (Warner Muisk/Atlantics, 2006)

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