Samstag, 18.05.2013
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Zero 7
Vorgestellt am 12.06.06 in Funkhaus Europa
Im ersten Moment meint man mitten in den Siebzigern gelandet zu sein, bei den einlullenden Vokalharmonien von Crosby, Stills, Nash & Young oder in der Pop-Wundertüte von Fleetwood Mac zu Zeiten von "Rumours".
Kein Zweifel: Sam Hardaker und Henry Binns von Zero
7 lieben die Folkies und den Westcoast-Rock der Seventies,
aber auch die guten alten Motown-Zeiten und die eigenen
Kindheits-Erinnerungen an das Singen im Kirchenchor.
All diese Musikstile finden sich auf ihrer dritten CD "The
Garden".
Die ersten Schritte in die Oberliga des Electronic Songwritings
machen Zero 7 in den legendären RAK Studios in
London, wo schon The Who, Paul McCartney, The Pogues, Al Green und
unzählige andere Größen ihre Spuren hinterlassen haben.
Sie jobben als Toningenieure und sind weit mehr vom
Siebziger-Jahre-Equipment fasziniert, das in den Studios überlebt
hat, als von den Bands, für die sie arbeiten. Nachts modellieren
sie eigene Sounds und beginnen zu remixen.
Die Ergebnisse sind von so schwindelerregender Schönheit und
sinnlicher Brisanz, dass bald die Bands Schlange stehen, um von
diesen beiden Goldfingern bearbeitet zu werden.
Die Remixe aus dieser Zeit sind heute Kult: Pet Shop Boys, Terry
Callier, Radiohead, Robert Plant, Lenny Kravitz, Lambchop,…
2001 dann endlich das Debutalbum "Simple Things", 2004 folgte
"When it falls" - beide Alben verzauberten mit einer Mischung aus
Breakbeats und Orchestersounds, aus magischen Melodien und
märchenhaften Stimmungen.
Am Mikrofon stehen die australische Pop-Chanteuse Sia Furler, die
schon lange mit dem Duo arbeitet und vielen auch aus dem Soundtrack
zu "Six Feet under" bekannt sein dürfte; der in Schweden lebende
Argentinier José Gonzales, ein Singer/Songwriter aus dem Genre der
Leisetreter und zum ersten Mal auch Henry Binns, der sich mit
seiner Stimme aus dem Background ins Scheinwerferlicht traut.
Dazu spielen Sam Hardaker und Henry Binns selbst Piano,
Syntheziser, Perkussion, Schlagzeug, lassen Bläser, Streicher,
Chöre, Akustikgitarren, Laptops, Akkordeon, Mandoline hören und
manch anderen, nicht eindeutig zuordenbaren Klangerzeuger.
Die Suche nach einem Genre für diese Musik ist wie die Musik selbst: A never ending Story.
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