Mittwoch, 19.06.2013
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Momposina, Totó La
Gesendet am 01.09.01 in Funkhaus Europa Live
Die Frau mit der Powerstimme stammt aus Talaigua auf der Insel Mompos (sic!) im Norden Kolumbiens. Früher wurden entflohene Sklaven von den Spaniern auf diese Insel verfrachtet, die sich mit der indianischen Bevölkerung vermischten. Die Musik ist daher eine Mischung indianischer, afrikanischer und spanischer Elemente. Cumbia ist zwar die bekannteste, aber keineswegs einzige Musikform Kolumbiens. Bei Totó kommen darüberhinaus auch viele kubanische Rhythmen hinzu.
Im Hause Momposina wird bereits seit Generationen Musik fabriziert. Der Vater Trommler, die Mutter Sängerin und Tänzerin - klar, was Totó machen würde. Ihre Lieder spiegeln das Landleben der Bauern wieder; oft sind sie solche, die bei täglichen Arbeiten gesungen werden, beim Mahlen von Korn oder beim Wäscherubbeln am Fluss.
1968 stellte sie ihre erste eigene Band zusammen und machte sich rasch einen guten Ruf. Schon zwei Jahre später tourt sie auch außerhalb Kolumbiens, erst in Lateinamerika, später Europa und USA. Ein besonderer Höhepunkt dann 1982: Sie singt bei der Verleihung des Literatur-Nobelpreises an Gabriel Garcia Marquez in Stockholm. Von 1983 bis 1987 lebt sie in Paris, wo sie an der Sorbonne traditionelle Tänze studiert. Ihr erstes Album entsteht in dieser Zeit.
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