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Künstlerlexikon Portrait

Los De Abajo

Herkunft: Mexiko, Amerika
CD-Cover LDA V The Lunatics; Rechte: Realworld/EMI

Los De Abajo

Livemitschnitt vom Los De Abajo Konzert am 12.07.08 im Odonien Köln gesendet am 22.08.08 in World Live

Nicht nur in Barcelona vibriert die Mestizo-Szene derzeit kräftig. Bands der alternativen Szene aus Mittel- und Lateinamerika zeigen sich als Verwandte im Geiste und pflegen enge Ver-bindungen zu den katalanischen Wilden. Die neunköpfige Combo Los De Abajo ist Teil jener vitalen Bandbewegung, die von Argentinien bis Mexiko einer alternativ angehauchten Großstadtjugend eine Stimme gibt. Die Musiker verstehen sich als Kinder der Revolte von 1968, auch wenn fast alle erst nach diesem symbolträchtigen Datum geboren sind. Benannt haben sie sich nach einem der berühmtesten Werke der mexikanischen Literatur, in dem es um die Revolution Anfang dieses Jahrhunderts geht: "Los De Abajo" von Mariano Azuela, "Die von unten". Ganz unten liegen zwar nicht ihre Ursprünge, wie ihr Name impliziert - tatsächlich stammen fast alle Mitglieder aus einigermaßen geordneten Mittelschichtsverhältnissen - dafür aber ihre Sympathien; aus ihrem Respekt für die Zapatistenbewegung in ihrem Land macht die Band keinen Hehl. Die Musik der Band ist ein spritziger und origineller Mix aus Merengue, Salsa und Cumbia mit Funk, Ska und vor allem Rock, bisweilen sogar etwas punkig.

Aber auch Lokalkolorit wird nicht verdrängt: Mariachi, Texmex und folkloristische Walzer haben ihren festen Platz in der wilden Bühnenshow. Mit dem spannenden musikalischen Flickenteppich transportieren Los De Abajo ihre politisch radikalen Texte, mit denen sie gegen soziale Ungerechtigkeit und das enorme Gefälle zwischen Arm und Reich protestieren, Sympathien für die Zapatistas bekunden. Nach ihrem weltweit hochgejubelten Werk "Cybertropic Chilango Power" bestätigen die Mexikaner ihr Können mit dem Werk "LDA V The Lunatics".


Discographie:

  • Los De Abajo (2000)
  • Cybertropic Chilango Power (2002)
  • LDA V The Lunatics (2005)
  • No Borrarán (2006)
  • Actitud Calle (2009)

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