Sonntag, 26.05.2013
Sie befinden sich hier:
WDR.de
Juanes
Vorgestellt am 29.10.07 in Funkhaus Europa
Livemitschnitt vom Juanes Konzert am 07.11.07 in Studio
Franken Nürnberg gesendet am 07.03.08 in World Live
Der Mann räumt ab. Mehr als 20 renommierte Musikauszeichnungen hat der 1974 geborene Kolumbianer bisher in seinen Pokalschrank stellen können, und dazu kommen unzählige Gold- und Platinplatten. Er ist aber auch zu verführerisch: Sein Latin-Pop-Rock hat fast durchgehend Hit-Qualitäten, ohne ins Banale abzurutschen.
Juan Esteban Aristizabal alias Juanes kommt in Medellin zur Welt, allen als das Zentrum des kolumbianischen Drogenhandels bekannt. Das geht auch an Juanes nicht verlustlos vorbei: Ein Cousin wird trotz Lösegeldzahlung von den Entführern ermordet, ein guter Freund wird erschossen. Doch dass Musik die Droge Nummer Eins weltweit ist, wird Juanes schon klar, als er mit zarten sieben Jahren die Gitarre für sich entdeckt und nie wieder loslässt.
Heute kann er von sich behaupten, dass kein lateinamerikanischer Künstler vor ihm einen Sponsoren-Vertrag mit Fender erhielt. Die Folkmusik seiner Heimat ist es, die Juanes begleitet: Guasca und Vallenatto, Boleros, Tangos und Cumbias. Er ist noch in der Pubertät, als er Gitarrist und Sänger und damit Frontman der Band Ekhymosis wird und Hardrock nach dem Vorbild von Metallica spielt. In 11 Jahren entstehen sieben Alben mit dieser Formation, die immerhin den Status der Lokalmatadoren hinter sich lassen kann. Doch dann geht er, 1998, nach Los Angeles, um "sein Ding" zu machen. Und wie er es macht! "Eine perfekte Ehe von Kunst und Kommerz", bescheinigte ihm der Chef für lateinamerikanische Musik des Billboard. Manchmal gehen Ehen eben auch gut.
Der WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.