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Künstlerlexikon Portrait

Jorge Ben Jor

Herkunft: Brasilien, Amerika
Jorge Ben Jor; Rechte: Jorge Ben Jor Bild vergrößern

Jorge Ben Jor

Livemitschnitt vom Jorge Ben Jor Konzert am 25.06.06 im Tanzbrunnen Köln gesendet am 20.10.06 in World Live

Er nennt sich lieber Jorge Ben Jor, seit 1989, und das hat einen Grund: Bei der Abrechnung von Sendeminuten seiner Musik ist es oft zu einer Verwechslung mit George Benson gekommen, zu Bens Nachteil. Arm hat es ihn aber nicht gemacht, sein Sambabluesrockreggae-pop verkauft sich ganz ordentlich.

Ben ist am 22. März 1940 in Rio als Jorge de Lima Menezes geboren. Er lernt Gitarre spielen und entwickelt bald einen Stil, der eher an eine Bassgitarre erinnert. Seine erste Platte nimmt er 1964 auf, und prompt landet sie, obwohl in Portugiesisch gesungen, in den US-Charts. Vor allem auf seinen bis heute immer wieder gecoverten Hit "Mas Que Nada" fahren die Amerikaner ab. Im selben Jahr erscheinen gleich noch zwei weitere Alben. Mit dem Tropicalismo hat er nicht so viel zu schaffen, obwohl er 1976 ein Album mit Gilberto Gil, einer der Vorzeige-Figuren der kritischen Bewegung aufnimmt. Vielmehr entwickelt er während der 1970er einen afrobrasilianischen Samba-Funk, als dessen Galionsfigur er bis heute gilt. Dies vor allem angesichts eines Retro-Trends, durch den in den 1990ern wieder weltweit eine ganze Reihe Club- DJs den brasilianischen Sound neu entdeckt haben, auf den sich aber neuerdings auch eine ganze Generation brasilianischer Künstler bezieht.

Um die 30 CDs sind bisher von Ben erschienen, seine ca. 700 Songs wurden aufgegriffen von Ella Fitzgerald, Dizzy Gillespie, Sergio Mendes, Herb Alpert, Jose Feliciano, Caetano Veloso, Elis Regina, Marisa Monte und Julio Iglesias. Einen Überblick über seine Karriere hat er 2002 live für MTV mit Bands aus verschiedenen Phasen seiner Laufbahn eingespielt.


Discographie:

(Auswahl)

  • Samba Esquema Novo (1964)
  • Jorge Ben (1969)
  • Força Bruta (1970)
  • A Tábua De Esmeralda (1974)
  • Gil e Jorge (1975)
  • Ben Vinda Amizade (1981)
  • Dádiva (Som Livre, 1984)
  • Jorge Ben Brasil (Som Livre, 1986)
  • Ben Jor (Warner Music, 1989)
  • Ao Vivo (1991)
  • Live in Rio (Warner Music, 1992)
  • 23 (Warner Music, 1993)
  • Ben Jor world dance (Warner Music, 1995)
  • Homo Sapiens (Sony Music, 1995)
  • Musicas Para Tocar Em Elevador (Sony Music, 1997)
  • Puro Suingue (Universal, 2000)
  • Acustico MTV Vol. 1 (Universal, 2002)
  • Reactivus Amor Est (Turba Philosophorum) (Universal, 2004)
  • Recuerdos de Asunción 443 ( Som Livre, 2007)

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