Dienstag, 22.05.2012
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Ayllon, Eva
Gesendet am 04.06.05 in Funkhaus Europa Live
Neben Susana Baca ist sie die wichtigste musikalische Vertreterin des afro-peruanischen Genres, wurde bei uns allerdings wesentlich später bekannt. Als Maria Angélica Ayllón Urbina wurde sie 1956 in Lima geboren und wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Ihrer Amme, von der sie auch ihren Künstlernamen Eva hat, verdankt sie es, dass ihr früh erkennbares Gesangstalent gefördert wurde. Zunächst trat sie auf Schulfesten und in TV-Programmen auf, dann als Teenagerin in Lokalen der Hauptstadt.
1977 startete Eva ihre Solokarriere mit ersten Aufnahmen und wurde in ihrer Heimat bald mit dem Beinamen "Königin des Landó" geschmückt. In ihrer Musik knüpft sie an das Revival der afro-peruanischen Stile an, das in den 1950ern von Komponisten wie Nicomedes Santa Cruz auf den Weg gebracht worden war. Rhythmen wie der Landó, der Festejo und der Vals dominieren ihr Repertoire, das von ihrer feurigen, resoluten Stimme lebt, von handfester, stampfender Percussion, einer Akustikgitarre, die mal flamencoartig wirkt, dann wieder an Muster aus der Andenmusik erinnert. Dazu kommen die hitzigen Call-and-response-Gesänge afrikanischer Herkunft.
Bis 1994 hat es gedauert, dass Eva Ayllón mit ihren eindrucksvollen Shows endlich auch im Ausland auftrat. Zunächst eroberte sie ein Publikum in Nordamerika, wagte sich 1997 dann auf europäisches Terrain. Das Label World Connection hat ihr Werk kürzlich erstmals auch auf CD einer deutschen Hörerschaft zugänglich gemacht.
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