Mittwoch, 22.05.2013
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Jal, Emmanuel
Emmanuel Jal
Livemitschnitt vom Emmanuel Jal Konzert am 17.10.08 im Stadtgarten Köln gesendet am 21.11.08 in World Live
Er teilt das Schicksal mit vielen Kindern des Sudan, die im 21 Jahre andauernden Bürgerkrieg als Soldaten verheizt wurden. Doch Emmanuel Jal, geboren 1980, hat die Hölle überlebt und trägt mit seinem Rap dazu bei, seiner Generation eine Stimme zu geben.
1987 rekrutiert ihn die gegen die Zentralregie-rung in Khartoum kämpfende Sudan Peoples' Liberation Army. Zunächst muss er ein Trainingslager in Äthiopien absolvieren, wird eingesetzt, um die Rebellen gegen den dortigen Diktator Mengistu auszuschalten, dann als Kanonenfutter für die Panzer aus dem Norden aufs sudanesische Schlachtfeld gestellt. 1992 desertiert er, schlägt sich mit 400 Altersgenossen drei Monate lang Richtung Kenia durch. Hunger, Minenfelder und Schießereien zwischen den Fronten sind die täglichen Begleiter.
Schließlich wird er von einer Mitarbeiterin einer Hilfsorganisation, der Engländerin Emma McCune, adoptiert, die ihn nach Nairobi bringt. Nach ihrem Tode beginnt der Junge durchs Rappen seine traumatische Vergangenheit zu verarbeiten. Seinen internationalen Einstand hat er bei einem der Live 8-Konzert in Cornwall gegeben und ist nun mit dem Album "Ceasefire" Tagesgespräch in der Weltmusikszene. Nicht zuletzt deshalb, da das Album zusammen mit dem Saxofonisten und Sänger Abdel Gafir Salim aus der sudanesischen Provinz Kordofan eingespielt wurde: Eine erste zaghafte Brücke der Versöhnung zwischen Norden und Süden des afrikanischen Riesenstaates nach dem Ende des Bürgerkrieges.
mit Abdel Gadir Salim:
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