Samstag, 25.05.2013
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DelaDap
Vorgestellt am 22.05.06 in Funkhaus Europa
Livemitschnitt vom DelaDap Konzert am 28.01.09 im
Stadtgarten Köln gesendet am 26.04.09 in World Live
!Deladap: Das Ausrufezeichen zeugt von Selbstbewusstsein. Aber das dürfen sich !DelaDap auch leisten, denn niemand paart osteuropäische Gipsy-Melodien und elektronische Downtempo-Beats mit einer solchen Leichtigkeit wie sie. So elegant wie das Schriftbild und der lautmalerische Name, so überzeugend ist auch die musikalische Melange der Band aus Wien.
Das Projekt !DelaDap geht auf den Produzenten Stani Vana
zurück, der ursprünglich aus Prag stammt, aber schon seit mehr
zwanzig Jahren in Österreich lebt.
Als Kind verbrachte er einst ein Jahr in der Slowakei, wohin ihn
seine Eltern geschickt hatten, um ihn vor den Wirren des Prager
Frühlings zu schützen, und dort machte Stani Vana erstmals
Bekanntschaft mit der Kultur und der Musik der Zigeuner: Ein
Eindruck, der ihn seitdem nicht mehr losgelassen hat.
Nachdem ihm 1984, im Alter von 22 Jahren, die Flucht aus der CSSR nach Österreich gelang, spielte er zunächst in diversen Hardcore-Bands, bevor er sich in den Neunzigerjahren als Produzent selbstständig machte.
Auf der Suche nach den richtigen Partnern, um seine Vision einer osteuropäischen Kaffeehaus-Musik für das 21. Jahrhundert umzusetzen, traf Stani Vana auf den ungarischen Jazzpianisten Tibor Barkoczy und dessen Tochter Melinda Stoika.
Mal legt Stani Vana einen Beat vor, mit dem die anderen dann arbeiten, mal komponiert Tibor Barkoczy eine Melodie, zu der dann ein passender Beat unterlegt wird, und Sängerin Melinda schreibt dazu die Texte in der Zigeunersprache Romanes - die Arbeit gestaltet sich organisch, und so klingt das Resultat denn auch.
Mehr als drei Jahre arbeitete das Trio an seinem Albumdebüt "Cigani Rusza + Angelo". "Von zigeunern, rosen und engeln" lautet der Titel des Albums, das in seiner gelungenen Modernisierung des traditionellen Gipsy-Sounds wirklich Maßstäbe gesetzt hat. Man darf auch Nu Gipsy dazu sagen.
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