Dienstag, 22.05.2012
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Color Humano
Vorgestellt am 17.12.10 in Funkhaus Europa
Als sich Color Humano 1994 gründete, war Mestizo-Musik, dieser bunte Stilmix mit Latin-, Reggae-, Rock- und auch Punkanteilen, noch ein Geheimtipp unter Exoten. Die Band löste sich auf, bevor der Mestizo- Hype mit Manu Chao, Ojos De Brujo oder Macaco seinen Höhepunkt erreichte. Und fand zur Freude der Fans nach fünfjähriger Pause wieder zusammen.
Sprachrohr für die Benachteiligten
Color Humano sieht sich als Sprachrohr für die Minderheiten und Benachteiligten. Der Kopf der Band, Jose El Kapel, ist Sohn spanischer Migranten, die nach Südfrankreich auswanderten, um sich dort ein besseres Leben aufzubauen. Als Kind verbrachte Jose das Schuljahr in Sète, den Sommer aber daheim in Almería. Irgendwann wurde die Provinz zu klein und Jose kam nach Paris in die Hausbesetzer-Szene. "La Moskowa" heißt das Haus, in dem sich die Band gründete und das erste Album von Color Humano entstand, das war 1994. Mit jenem Album in der Demoversion zog die Band im Jahr darauf auf Tournee nach Katalonien und blieb in Barcelona hängen.
Mestizo-Mixtur
Die Zutaten der Color Humano- Songs sind typische Melodien der spanischen Musik, Percussion mit afrikanischen Wurzeln, Karibikanklänge und ein wenig Funk. Die Band deckt das gesamte Spektrum der Mestizo-Musik ab, vom Reggae bis hin zum Latin-Rock. Aber: Ihre Songs kommen ohne Brüche und Schweißstellen aus, sie haben eine ganz eigene Prägung. Da ist die Mundharmonika, die unverkennbare Stimme von Sänger Jose und das Wechselspiel zwischen Leadgesang und Auroras Chorstimme. Und die Eindringlichkeit und Energie.
Die besondere Note
Color Humano bringt mit Leichtigkeit alle großen Strömungen der spanischsprachigen Musik zusammen und besticht durch positive Ausstrahlung. Und auch die Texte tragen eine eigene Note: Häufig geht es um Unverständnis, Ungerechtigkeit, Eigensinn, Menschenrechte und Einwanderung, aber stets als konstruktive Forderungen anstelle depressiver Anklagen.
Moscowa libre (Tralla, 1995)
Hambre de vida (Tralla, 1997)
Burundanga (Edel, 1998)
Madibá (Galileo MC, 2010)
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