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Künstlerlexikon Portrait

Cheikh Lô

Herkunft: Burkina Faso, Afrika
Cheikh Lô; Rechte: WDR

Cheikh Lô

Gesendet am 02.04.06 in der Matinee

Er stammt aus Bobo Dioulasso in Burkina Faso, die Eltern sind Senegalesen. In der burkinischen Stadt war er Perkussionist und Schlagzeuger, bevor er 1978 nach Senegal ging, um dort in Variété-Shows des Hotels Savana und Coverbands zu spielen. Seine musikalischen Wurzeln liegen aber weder da noch dort. Lô ist Westafrikaner mit kubanischem Einschlag, Son und Salsa waren die ersten Musikstile, die ihn während der Jugend geprägt haben. Dieser Hintergrund und seine flexible Stimme machen es ihm leicht, mal senegalesischen Mbalax, mal Wassoulou-Musik aus Mali, mal kubanischen Son zu produzieren. 1987 landete er als Studiodrummer in Paris, unter anderem für Papa Wemba, hatte aber nach zwei Jahren Knochenarbeit genug davon.

Er ging zurück nach Senegal, tingelte in Dakar von Club zu Club, um seine Kassetten zu verhökern. In einem Jazz-Etablissement entdeckte ihn 1989 ein gewisser Youssou N'Dour, und der hielt Cheikh Lô für auf- und ausbaufähig. Schon das erste Album, veröffentlicht auf N`Dours Label Jololi, zeigt seine beachtlichen Gesangsqualitäten, bleibt aber weitestgehend dem Mbalax treu.Stilistisch offen der Zweitling: Bläser des Afro Cuban All Stars-Paket und von Pee Wee Ellis treten hinzu, Oumou Sangaré gastiert genauso wie Bigga Morrison von Aswad. Was Cheikh Lô allerdings am wichtigsten im Leben ist, soll auch nicht unerwähnt bleiben: Er ist ein Baye Fall, Angehöriger einer Bruderschaft der islamischen Mouriden. Und da kann es auch mal zwischendurch passieren, dass er bei einem Konzert zu einem rührenden Lobpreis seines Sufi-Gurus anhebt.


Discographie:

  • Ne La Thiass (World Circuit, 1996)
  • Bambay Gueej (World Circuit, 1999)
  • Lamp Fall (World Circuit, 2005)

Jetzt im Programm

06.04 bis 10.00 Uhr
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Nesrin Hagen

Moderation:
Nesrin Hagen

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