Freitag, 24.05.2013
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Baba Zula
Gesendet am 07.10.07 in der Matinee
Oriental-Dub-Avantgarde vom Bosporus, die auch schon internationale Prominenz angezogen hat: BaBa ZuLa aus Beyoðlu, dem quirligen Künstlerviertel Istanbuls, haben es faustdick hinter den Ohren. 1996 gründeten sie sich als Zweig der legendären türkischen Artrocker ZeN. Startpunkt der Bandhistorie war ein "Purzelbaum im Sarg": Perkussionist Lebent Akman, Saz-Spieler Murat Ertel und Darbuka-Spezialist Emre Ortel entwarfen einen Soundtrack für den kurios benannten Film um einen Autodieb, der sich in einen Pfau verliebt.
Von Anfang an standen mehr improvisatorische Soundscapes als geschlossene Songs im Fokus des Bandinteresses. In einer breiten Projektpalette, die auch Theatermusiken und Videokunst mit einschloss, feilte die Band an ihrem Konzept, arbeitete mit der Opernsängerin Semiha Berksoy und Roma-Musikern wie Selim Selser und Hüsnu Þenlendirici zusammen. Touren ins Ausland und ein Gastspiel mit Manu Chao folgten.
Einen kräftigen Schub nach vorne bedeutete ihr drittes Album: Die Straßensounds aus Istanbul, türkische Folkmelodien, Vocals der kanadischen Gastsängerin Brenna MacCrimmon und die ausgefeilten Percussionspuren auf "Psyche-belly Dance Music" wurden von keinem anderen als dem britischen Dubmeister Mad Professor gebündelt.
Mit MacCrimmon sind BaBa ZuLa auch im Streifen "Crossing The Bridge" zu sehen: In Fatih Akins Musikdokumentation über die Musikszene Istanbuls tuckern sie auf einem Boot über den Bosporus, lassen ihre west-östlichen Klanglandschaften zwischen den Kontinenten herumschweifen. Als Reiseführer durch das filmische Istanbul-Porträt hatte sich Akin Neubauten-Bassist Alex Hacke geangelt und auch dem hat es die Band seither angetan. Neben dem Mad Professor ist der Berliner Gast auf dem nunmehr vierten Opus "Belly Double" und tummelt sich neben den Reggae-Legenden Sly & Robbie.
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