Dienstag, 07.02.2012
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Ayo
Gesendet am 31.03.07 in Globalista
Eigentlich ist sie eine waschechte Kölnerin, denn in der Domstadt wurde sie am 14.9.1980 geboren. Ihre Wurzeln und ihre Antennen allerdings sind vielfach: Der nigerianische Vater war zum Studieren nach Deutschland gekommen, wo er ihre rumänische Roma-Mutter kennen lernte. Als Kleinkind lebt Ayo eine zeitlang bei der Oma in Nigeria, doch Daddy holt sie bald wieder zurück. Einfach ist das Leben in Deutschland allerdings nicht: Ihre Mutter bekommt Drogenprobleme und so wächst sie mit ihren beiden Brüdern beim Papa auf. Da er sich nebenbei auch als DJ betätigt, bekommt die Tochter mit Sounds von Fela Kuti bis Pink Floyd eine denkbar breite Grundlage. Die Musik wird auch aktiv ihre Zuflucht: Zunächst versucht sie sich auf der Geige, dann als Teenager am Piano und schließlich entdeckt sie die Gitarre.
Anfang 20 startet sie, angetrieben von der Suche nach sich selbst, in ein Nomadenleben: Zunächst geht es nach London, wo Verwandte leben, wenig später pendelt sie zwischen Paris und New York. Die Metropolen werden für die Deutsch-Nigerianerin mit dem Hang zum Weltbürgertum beide wichtig für die Karriere: Im Big Apple schälen sich bei Aufnahmesessions ihre Songs zur Reife heraus, an der Seine jedoch hat sie die ersten Erfolge. Eines Tages landet sie im Vorprogramm des BritSoul-Stars Omar. Doch bevor der Durchbruch kommt, nimmt sie sich noch Zeit für ein Kind.
Das Glücksjahr für die junge Mutter wird 2006: Ihr Album "Joyful" wird von Frankreich ausgehend zum großen Erfolg. Der zeitlose Sound mit viel klassischem Soulflair im Geiste ihrer Idole Steive Wonder und Donnie Hathaway und mit entspanntem Reggae trägt die stets akustischen Songs. Und in denen fällt vor allem eines auf: Trotz turbulenter Biographie ist die Stimme unbeschwert und sonnig geblieben. Kein Wunder - "Ayo" ist Yoruba und heißt Freude.
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