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Künstlerlexikon Portrait

Apache Indian

Herkunft: Großbritannien
Apache Indian; Rechte: Apache Indian Bild vergrößern

Apache Indian

Gesendet am 04.12.05 in der Matinee

Mit dem Schlachtruf "Boom Shak-A-Lak" stürmte er Anfang der Neunzigerjahre weltweit die Charts. Apache Indian, mit seinem Bürstenhaarschnitt und martialischem Stirnband, war damals in jeder Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung - nicht nur, weil er sich als erster indischer Musiker in der britischen Clubszene einen Namen machte, lange bevor vom "Asian Underground" die Rede war und indisch inspirierte Clubklänge in Mode kamen. Auch mit seinen durch Bhangra-Rhythmen und gesampelte Tabla-Beats angereicherten Dancehall-Tracks war er seiner Zeit weit voraus. Für seine Fusion aus Ragga mit Bhangra-Elementen prägte er damals den Begriff "Bhangramuffin".

Mit bürgerlichem Namen heisst Apache Indian Steve Kapur. Der Sohn indischer Einwanderer aus dem Punjab wuchs in Birmingham auf, das schon immer eine Hochburg der britischen Reggae-Szene war - in der gleichen Stadt also, die auch Musiker wie Panjabi MC und Bally Sagoo hervor gebracht hat.

Nachdem er sich in der britischen Dancehall-Szene erste Lorbeeren verdient hatte, erschien 1993 sein Major-Label- Debüt "No Reservations". Das Album enthielt den Titel "Don Raja", der zu seinem heimlichen Spitznamen wurde, und bereitete den Weg für seinen internationalen Durchbruch.

Auf seinem zweiten Album "Make Way for the Indian" wartete Apache Indian bereits mit Gastauftritten jamaikanischer Reggae-Stars wie Frankie Paul und Yami Bolo sowie des US-MC's Tim Dog auf. Das Album machte dem Titel alle Ehre, und brachte Apache Indian mit "Boom Shak-A-Lak" weltweiten Ruhm. In Indien, dem Heimatland seiner Eltern, wurde ihm daraufhin grosse Aufmerksamkeit zuteil.

In den folgenden Jahren konnte er sich eine zweite Karriere in Bollywood aufbauen, und wirkte in Hindi-Filmen wie "Love Birds" und "Love Story 98" mit. Auch wenn Apache Indian mit seinen späteren Alben "Real People" (1998), "Karma" (2001) und "Time For Change" (2004) an seinen anfänglichen kommerziellen Erfolg nicht mehr anknüpfen konnte, seine Bedeutung als Pionier indisch-jamaikanischer Reggaefusionen bleibt unbestritten.


Discographie:

  • No Reservations (Mango / 1993)
  • Make Way for the Indian (Mango / 1996)
  • Real People (Uk Import 1998)
  • Karma (Uk Import 2001)
  • Time For Change (DHF / Groove Attack 2005)

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Moderation:
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