Mittwoch, 19.06.2013

Suche im gesamten WDR Web

  • Tipps zur vergrößerten Ansicht
  • Alle WDR E-Mail Adressen von A bis Z
  • Alle WDR Sendungen von A bis Z
  • Inhaltsverzeichnis wdr.de
  • Hilfe
  • Audio


Hauptnavigation Funkhaus Europa


Partnersender


Banner


Sie befinden sich hier: > WDR.de > Funkhaus Europa >Themen >Senay Duzcu


Der Persönliche Gast

Senay Duzcu

Integration goes Comedy

Sendung vom 08. Oktober 2012

"Ich komme aus der Türkei, und zwar aus der Stadt Duisburg" - typische Worte, mit denen Senay Duzcu ihr Publikum begrüßt. Seit über zehn Jahren steht der erste weibliche StandUp-Comedian aus der Türkei, auf der Bühne. Mit viel Witz und Humor nimmt sie die Kulturunterschiede hierzulande unter die Lupe. So auch in ihrem aktuellen Programm "Ich bleib' dann mal hier". Heute (08.10.12) ist sie zu Gast bei uns im Studio.

Integrationspolitik auf heitere Art

Senay Duzcu; Alex Kowalski Bild vergrößern

Senay Duzcu

Senay Duzcu sieht, verarbeitet und teilt dem Publikum die Ängste und Alltagsbegebenheiten ihrer türkischen Landsleute mit. Als Türkin kennt sie sämtliche Klischees und weiß damit umzugehen. Selbstbewusst und charmant erzählt Senay Duzcu in ihren Solo-Programmen wie "Ich bleibt' dann mal hier" oder "Türkin im Weltall", aus dem Leben ausländischer Frauen. Sie schlüpft in verschiedene Identitäten, wird zur Italienerin, Inderin, Russin und natürlich auch Türkin.

Ihre Ironie schafft eine neue Sichtweise und bringt Bewegung in scheinbar eingefahrene Positionen, ganz nach dem Motto: Jeder sollte vom anderen lernen. Darüber hinaus beteiligt sie sich in verschiedenen sozialen Projekten und Workshops wie "Let's Smile". Hier sollen Schüler "sich von einer andern Seite kennen lernen, Abseits von Alltag und Schulstress". Ihr Engagement für die Völkerverständigung brachte Senay 2007 den deutsch-türkischen Freundschaftspreis ein.

Senay Duzcu möchte Schulkindern mit ihrer eigenen Geschichte ein Vorbild sein und ihnen zeigen, dass man alles erreichen kann, wenn man nur will. "Eigentlich war ich ja ein Kandidat für die Sonderschule. Ich war Legasthenikern, sprach kein Deutsch, aber in Mathe war ich die Beste".

Jahre später legte sie dann mit einem sehr gut ihr Architekturstudium ab, gefördert mit einem Stipendium der Friedrich Ebert-Stiftung für Hochbegabte. Nach ihrem Studium arbeitete Senay Duzcu zwei Jahre in ihrem Beruf und besuchte parallel die Kölner Comedy-Schule. Seitdem bereichert sie die Bühnen der Republik.

"Lachen braucht keinen Dolmetscher", sagt Senay. Bei ihren Auftritten sprechen in der Tat die Zuschauer nur noch eine Sprache - sie lachen ausgelassen.



Mehr zum Thema



Der WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.