Donnerstag, 23.02.2012
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Nasrin Siege
Sendung vom 09. Mai 2011
Sie war neun Jahre alt, als sie Ende der fünfziger Jahre aus Teheran nach Deutschland kam. Seither vermittelt die Kinder- und Jugendbuchautorin Nasrin Siege zwischen den Kulturen. Zur Zeit ist die Autorin auf großer Lesereise in Deutschland und Österreich unterwegs.
Andrea Oster im Gespräch mit Nasrin Siege (Teil 1), 4'18
Sombo, das Mädchen vom Fluss
Sie wuchs in Hamburg auf, studierte Psychologie und arbeitete als Psychotherapeutin in einer Suchtklinik. Seit 1983 lebt Nasrin Siege mit ihrem Mann, einem Entwicklungshelfer, vorwiegend in Afrika: Lange Zeit in Tansania, in Sambia, in Madagaskar und seit 2008 in Äthiopien. Bislang hat Siege fast ein Dutzend Jugendbücher veröffentlicht:
Ihre Geschichten vom Dorf-Mädchen Sambo oder dem Straßenjungen Juma zeichnen ein authentisches Bild afrikanischer Kultur und ihrer Kinder - mit all ihrer Lebensfreude, aber auch mit den himmelschreienden Ungerechtigkeiten, den Ängsten und Sorgen ihrer jungen Protagonisten. Mit einer besonderen Gabe versteht es Nasrin Siege, sich einzufühlen in das Fremde, Vorurteile gegenüber fremden Kulturen abzubauen und die Gleichheit der Menschen in den Vordergrund zu rücken.
Andrea Oster im Gespräch mit Nasrin Siege (Teil 2), 4'10
Neben dem Schreiben gründete sie mit Freunden die Hilfsorganisation "Hilfe für Afrika e.V." und engagiert sich in verschieden Straßenkinderprojekten. Sie wurde ausgezeichnet mit dem Kinderbuchpreis der Ausländerbeauftragten des Berliner Senats und dem Two Wings Award für Entwicklungshilfe - damit ist sie in Gesellschaft von Karlheinz Böhm, der vor genau 30 Jahren den Grundstein für seine Äthiopienhilfe legte. (Carmen Sadowski)
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