Mittwoch, 22.05.2013
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Der bunte Widerstand
Sendung vom 01. Oktober 2012
Bilder sagen oft mehr als tausend Worte. In der ägyptischen Hauptstadt Kairo versuchen junge Künstler seit der Revolution, auch mit Bildern Politik zu machen. Sie bringen nicht nur die Zustände im alten Regime aufs Tapet, sondern kritisieren auch die neuen Machthaber.
Siham El-Maimouni im Gespräch mit Cornelia Wegerhoff, Korrespondentin in Kairo
(01.10.12), 4'11
Sie protestieren mit Farbe und Pinsel gegen Gewalt und Unrecht, sprühen Graffitis und Parolen, aber malen auch riesige Gemälde auf Mauern und Fassaden. In der Mohamed-Mahmoud-Straße in der Kairoer Innenstadt entstand dabei die "Mauer der Märtyrer". Sie zeigt Porträts der vielen jungen Ägypter, die bei Straßenschlachten zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in dieser Straße ermordet wurden.
Kairoer Straßenkunst erinnert an "Märtyrer" der Revolution
suzeeinthecity"Sie sind Märtyrer. Sie sind für unsere Freiheit gestorben. Deshalb müssen wir sie in Erinnerung behalten", erklärt der 19jährige Omar, der zu den "Künstlern der Revolution" gehört. Dass vor kurzem in einer Nacht- und Nebelaktion Arbeiter der Stadt Kairo einen Teil der Bildnisse mit weißer Farbe übertünchte haben, sorgte für eine Welle des Protestes. Doch längst sind neue Straßenkunstwerke entstanden - auch Bilder, die scharfe Kritik an den neuen Machthabern am Nil üben.
(Cornelia Wegerhoff)
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