Sonntag, 19.05.2013

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Thema

 

Copyfight - Meins, Deins, Unser?

Die Zukunft des Urheberrechts

Lose Computertasten liegen auf einem schwarzen Tisch; picture-alliance/FStop

Die öffentliche Debatte um das Urheberrecht hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Beteiligten schlagen sich gegenseitig die Köpfe ein, statt sachlich und konstruktiv eine Lösung zu finden, die den Urhebern gerecht wird und die Realität nicht ignoriert. Dabei könnte es sein, dass wir in naher Zukunft sogar unsere analoge Welt kopieren und einfach ausdrucken.


Thema

Buch for free

Rechtefreies Lesen im Netz

I-Pad im Bücherregal; dpa

Umfassende Regelungen für das Urheberrecht und das Internet gibt es nicht. Weder für Musikdateien, Fotos oder bewegte Bilder, und auch nicht für Bücher. Funkhaus Europa-Reporterin Christine Watty stellt interessante Initiativen vor, die versuchen Urheberrechtsfragen für das Lesen im Netz zu lösen.

  • Audio: Buch for free: Rechtefreies Lesen im Netz
    Niko Aslanidis im Gespräch mit Christine Watty, Funkhaus Europa-Reporterin (17.07.12), 4'26

Anwälte gegen Blogger

Muss man den Druck aushalten?

Screenshot eines Blogs; WDR

Blogger leben gefährlich: Weil sie in ihren Blogs oft fremde Daten oder Dokumente veröffentlichen oder auf sie verlinken, kriegen viele Blogger Ärger mit der Justiz. Manche trauen sich deswegen schon gar nicht mehr einen Blog zu betreiben. Wie genau aber ist die Rechtslage eigentlich? Was dürfen Blogger und was nicht, und sollten Blogger Journalisten gleichgestellt werden? Über diese und andere Fragen sprechen wir mit dem Anwalt für Medienrecht, Dieter Frey.


Abmahnung und Selbstzensur

Stadt wehrt sich gegen Transparenz

Landkarte mit Markierungspunkten; www.offeneskoeln.de

Der Internetblog www.offeneskoeln.de richtet sich Bürger, die sich dafür interessieren, wie die Kölner Politik ihr Leben direkt und indirekt beeinflusst. Der Blogger Marian Steinbach berichtet über Lokalpolitik und veröffentlicht Dokumente und Daten, die auf den Internetseiten der Stadt Köln bereits publiziert wurden. Trotzdem wurde er jetzt abgemahnt, und musste wegen einer Verlinkung eine Strafe und die Anwaltskosten zahlen.


Thema

Kopieren in 3D

Die analoge Welt im Druck

Symbolbild eines 3D-Druckvorgangs; dpa

Immaterielle Güter lassen sich problemlos teilen: Texte oder Musik kann man kopieren und einfach hin- und herschicken. Was aber wäre, wenn man auch materielle Dinge reproduzieren könnte und sich nach eigenem Belieben komplizierte Gegenstände erschafft. Was wie Zukunftsmusik klingt, ist heute schon möglich - zum Beispiel mit einem 3D-Drucker.

  • Audio: Reportage: 3D-Drucken
    Beitrag von Julia Weiss, Funkhaus Europa-Reporterin (25.05.12), 3'43
  • Audio: 3D-Kopieren für Jederman: FabLabs
    Siham El-Maimouni im Gespräch mit Philip Steffan, FabLab-Betreiber (25.05.12), 3'21

Im Streit um die Rechte

Lösungsansatz 'Kulturflatrate'?

Dirk von Gehlen; Gerald von Foris

Der Kampf um das Urheberrecht ist in vollem Gange. Anstatt sich den verhärteten Fronten anzuschließen, suchen wir in Funkhaus Europa nach Lösungen. Eine viel diskutierte Idee ist die sogenannte 'Kulturflatrate'. Eine pauschale Gebühr, die auf alle Internetanschlüsse erhoben wird und deren Einnahmen denjenigen zu Gute kommt, deren Werke im Netz kursieren. Darüber sprechen wir heute (24.05.12) mit dem Autor und Journalisten Dirk von Gehlen.


Thema

C3S – Konkurrenz zu GEMA?

Ein neues Lizensierungsmodell

GEMA im Streit mit Youtube; picture-alliance/dpa

Was wäre nun, wenn es noch eine andere Verwertungsgesellschaft gäbe, die sich um all die Künstler kümmert, die mit der GEMA nicht zufrieden sind und trotzdem Geld mit ihrer Musik verdienen wollen? Funkhaus Europa spricht mit Meik Michalke, Vorsitzender des gemeinnützigen OpenMusicContest.org e.V., einem Verein zur Förderung freier Kunst, Kultur und Wissenschaft, über die Möglichkeit einer Lizensierung jenseits der GEMA.

  • Audio: C3S – Konkurrenz zu GEMA?
    Siham El-Maimouni im Gespräch mit Meik Michalke, Vorsitzender OpenMusicContest.org e.V.
    (23.05.12), 7'46

Musik

C3S will Alternative zur GEMA bieten

Lizenzen für Musiker

Frau brüllt in ein Megafon; picture-alliance/PhotoAlto

Die C3S, die Cultural Commons Collecting Society, will Musikern die Möglichkeit bieten, auch ohne die GEMA Geld mit Urheberrechten zu verdienen. Das Verwertungssystem der C3S basiert auf den sogenannten Creative-Commons-Lizenzen, ein Lizensierungsmodell, das schon länger in der Netzwelt kursiert. Bisher waren die Creative-Commons-Lizenzen nur auf nichtkommerzielle Nutzung ausgelegt. Das wollen die Betreiber der C3S ändern. Mitinitiator Wolfgang Senges sagt, es gehe darum, "europäischen Urhebern von Musikwerken unter freien oder Creative-Commons-Lizenzen eine Möglichkeit zu bieten, ihre Musik zu monetisieren - und somit einen ernstzunehmenden Markt für diese Lizenzen zu bieten".

  • WWW: : C3S
    Cultural Commons Collecting Society

Süperklick

Alles, was Recht ist

irights.info macht schlau in Sachen Urheberrecht

Grafik zu Urheberrechten im Netz; (© bpb) Lizenz: cc by-nc-nd/2.0/de/

Das Thema Urheberrecht wirft eine Menge Fragen auf: Macht man sich strafbar, wenn man eine CD oder DVD für den Eigenbedarf kopiert? Oder den Film der Woche aus dem Free-TV auf die Computer-Festplatte speichert? Ist es erlaubt, den Text aus Wikipedia in die eigene Powerpoint-Präsentation einzufügen? Solche Fragen zu beantworten hilft die Webseite irights.info. Jörg Schieb stellt sie vor. [mehr]


Thema

Urheberrecht weltweit

Wie lösen andere Länder das Problem?

Protestierende in Polen gegen das ACTA-Handelsabkommen; picture-alliance/dpa

Das Urheberrecht wird nicht nur in Deutschland kontrovers diskutiert, sondern auf der ganzen Welt. Die Fronten sind nicht so verhärtet wie in Deutschland momentan, Gedanken über neue, moderner Formen des Urheberrechtes machen sich aber viele weltweit. Funkhaus Europa-Reporter Nils Neubert wirft einen Blick auf andere Länder.

  • Audio: Urheberrecht weltweit
    Siham El-Maimouni im Gespräch mit Nils Neubert
    (22.05.12), 6'14

Thema

ACTA ist nicht tot

Ist das Handelsabkommen verfassungswidrig?

Markus Beckedahl, Netzaktivist; picture-alliance/dpa

ACTA – "Anti-Counterfeiting Trade Agreement", ein internationales Handelsabkommen verhandelt zwischen den USA der EU und neun weiteren Staaten. Die Idee hinter diesem Abkommen: Es soll internationale Standards geben, um das Urheberrecht zu schützen und gegen Produktpiraterie vorzugehen. Netzaktivisten geht das zu weit, sie befürchten eine zu große Überwachung und eine Zensur. Einer der Kritiker ist Markus Beckedahl von netzpoltik.org.

  • Audio: ACTA ist nicht tot
    Siham El-Maimouni im Gespräch mit Markus Beckedahl, Online-Experte
    (21.05.12), 5'45

Süperklick

"Wir sind die Bürger"

Gegeninitiative in Sachen Urheberrecht

Urhebrrecht. Hinweis auf Youtube, dass Gema-Rechte fehlen und das Video daher nicht gezeigt werden kann; picture-alliance/dpa

Nachdem prominente Künstler und Autoren eine Kampagne für das Urheberrecht unter dem Titel "Wir sind die Urheber" lancierten, haben Netz-Nutzer eine eigene Erklärung veröffentlicht. Ihr Ziel: Der Schutz der Kreativität im Netz. [mehr]


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"Kirche der Kopimisten"

Filesharing als Religion

"Kirche der Kopimisten" Religionssymbol; cc

Wer sich mit echten Computerfreaks unterhält, der kann schon mal den Eindruck bekommen, dass ihnen Bits und Bytes, Software und Hardware regelrecht heilig sind. Jetzt wurde in Schweden tatsächlich eine neue Kirche gegründet, die in diese Richtung geht, die "Kirche der Kopimisten". Das Kopieren von Daten ist ein offizieller Akt des Glaubens und Kopierschutz ist Sünde. [mehr]


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ACTA auf dem Prüfstand

Verbesserungsvorschläge für das Handelsabkommen

Protest gegen ACTA: Mann mit Occupy-Maske hält Schild hoch auf dem steht: Gib ACTA keine Chance.; picture-alliance/dpa

Der Widerstand gegen das "Anti Counterfeiting Trade Agreement", kurz ACTA, wächst von Tag zu Tag. Ziel des Abkommens sind international einheitliche Mindeststandards zur Abwehr von Produktpiraterie und vor allem vor Urheberrechtsverstößen im Internet. Und genau diese strengen Internetregeln sind nicht nur Netzaktivisten, sondern auch vielen Juristen und Politikern ein Dorn im Auge. Doch wie könnte man das Abkommen verbessern? [mehr]



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