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Thema

Heißer Jazz im kalten Krieg

Benny Goodman in der Sowjetunion

Sendung vom 20. Februar 2012

Zwischen den USA und der Sowjetunion herrscht Kalter Krieg. Trotzdem kommt es im Frühjahr 1962 zu einer Sensation: Zum ersten Mal tourt eine amerikanische Jazzband durch Russland. Benny Goodman geht mit seiner Big Band auf Konzertreise. Politischer Hintergedanke der USA: Der Jazz soll die Menschen mitreißen und ihnen den freien "American way of life" zeigen.

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Siham El-Maimouni im Gespräch mit Konstanze Burkard, Dokumentarfilmerin

(20.02.12), 7'04


Sommer 1962, der Höhepunkt des Kalten Krieges zwischen den USA und der Sowjetunion. Ausgerechnet jetzt schickt die amerikanische Regierung - im Rahmen eines kulturellen Austauschprogramms - Benny Goodman mit 19 jungen Jazzmusikern auf eine abenteuerliche Reise in die Sowjetunion. Es ist die erste amerikanische Big Band auf sowjetischem Boden. Und es ist die Antwort Amerikas auf die perfekten klassischen Musiker, die Moskau in die USA geschickt hatte und die überall gefeiert worden waren.


King of Swing unterwegs in der Sowjetunion

Jazz, die Musik Amerikas, der Sound der Freiheit, Benny Goodman. Die Konzertreise führt den King of Swing und seine Big Band kreuz und quer durch Chruschtschows Reich. Ihr Auftrag: Sie sollen mit ihrer mitreißenden Musik den 'American way of life' in den totalitären Sowjetstaat tragen, den Geist der Freiheit.

Benny Goodman und sein Orchester spielen 30 Konzerte vor fast 180.000 Menschen - in Moskau, Sotschi, Tiflis, Taschkent, Leningrad und Kiew. Mit ihrer Musik reißen sie erste Löcher in den 'Eisernen Vorhang', lernen dabei viel über die Sowjetunion und manches über ihr eigenes Land.


ARD-Dokumentation über die Konzertreise

Für die ARD-Dokumentation sind alle noch lebenden Band-Mitglieder noch einmal vor die Kamera getreten, zwei davon starben im Anschluss an die Dreharbeiten. Die Dokumentation folgt der Band auf ihrer Reise durch das Land, zeigt Konzertausschnitte ihrer Auftritte in Moskau und Leningrad und eine Reihe von unveröffentlichten Fotos und Dokumenten sowie spektakuläres, noch nie gezeigtes Amateurfilmmaterial der Jazzmusiker von unterschiedlichen Stationen ihrer Reise.





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