Montag, 21.05.2012
Sie befinden sich hier:
WDR.de
Funkhaus Europa
Themen
Film ab!
Sendung vom 20. Februar 2012
Vom 9. bis zum 19. Februar steht die Hauptstadt ganz im Zeichen der 62. Berlinale. Funkhaus Europa-Reporter Ole Skambraks hat das große Los gezogen und darf für uns zehn Tage lang ins Warme, Filme anschauen und mit Schauspielern und Regisseuren sprechen. Hier sind seine Erlebnisse.
Vivian Perkovic im Gespräch mit Ole Skambraks
(20.02.12), 3'33
Eine große Überraschung war die Verleihung des Goldenen Bären an das Regiegespann Vittorio und Paolo Taviani, das mit ihren 80 und 82 Jahren so ziemlich alles gewonnen hat, was es in der Filmbranche zu gewinnen gibt. "Cesare deve morire" ist ein Gefängnisfilm mit Laiendarstellern. Verurteilte Mörder, Schwerverbrecher und Mafiosi spielen Shakespeares "Julius Caesar" und bringen, durchaus überzeugend und beklemmend, ihre gewalttätige Lebenserfahrung mit ein. Mehr aber auch nicht. Andere Filme waren besser, mutiger, eleganter und ästhetisch anspruchsvoller. Ole Skambraks fasst das Festival zusammen.
Andrea Oster im Gespräch mit Ole Skambraks
(17.02.12), 4'00
Ein geteiltes Land, ein Volk im Exil, ein seit Jahrzehnten andauernder Konflikt bei dem die UNO handlungsunfähig danebensteht. Seit 37 Jahren herrscht in West-Sahara Krieg. Die Sahraouis, ein Nomadenvolk, das in der Wüste zwischen Algerien und Mauretanien zuhause ist, kämpft seit den 70er Jahren gegen die marokkanische Armee, die das Land annektiert hat. Die Weltöffentlichkeit erfährt davon wenig - bis jetzt. Der Schauspieler Javier Bardem möchte das mit seinem Film "Hijos de las nubes - Sons Of The Clouds" ändern.
Sebastian Filipowski im Gespräch mit Thomas Kuban (Regisseur) und Peter Ohlendorf (Produzent)
(16.02.12), 9'03
Spätestens seit die Taten der Zwickauer Zelle öffentlich wurden, wissen wir, dass die rechte Szene größer und aktiver ist als bisher angenommen. Über sechs Jahre drehten die Filmemacher Peter Ohlendorf und Thomas Kuban undercover und über die Landesgrenzen hinaus auf rechten Musikveranstaltungen. Die Bilder zeigen, dass Rechtsextremismus zu einer großen Jugendbewegung heranwächst. Ihre Doku "Blut muss fließen - Nazis undercover" feiert auf der Berlinale Premiere.
Fotogalerie Bei der Berlinale ist nicht nur auf den Leinwänden der Stadt viel los. Unser Reporter Ole Skambraks hat viel Zeit an roten Teppichen und Tickethäuschen verbracht. Hier sind einige seiner Eindrücke.
Sebastian Filipowski im Gespräch mit Ole Skambraks
(15.02.12), 4'41
Der heimliche Blockbuster dieses Festivals ist die Nazi-Weltraumparodie "Iron Sky" aus Finnland. Die Karten für diesen Film waren schneller weg als für Angelina Jolies Regiedebüt. Im Kino gab's schon vor Filmbeginn Standing Ovations für Regisseur Timo Vuorensola, und als es dann losging jagte ein Szenenapplaus den anderen. Ein weiterer Berlinale Geheimtipp, der im Sommer 2012 in die Kinos kommt, ist der DDR-Skaterfilm "This ain't California".
Juan Moreno im Gespräch mit Ole Skambraks
(14.02.12), 4'00
Kräftigen Applaus gab es gestern Abend für die Weltpremiere von Billy Bob Thorntons Film "Jayne Mansfield's Car". Die Culture-Clash-Geschichte um zwei Familien während der turbulenten Anti-Vietnam-Bewegung der 60er vereint Robert Duvall, John Hurt und Kevin Bacon auf der Leinwand. Bevor die alteingesessenen Stars aber über den roten Teppich schritten, war der Nachwuchs dran. Jedes Jahr kürt das Festival zehn junge europäische Schauspieler zu den Berlinale Shooting Stars. In diesem Jahr ist aus Deutschland Anna Maria Mühe mit dabei. Funkhaus Europa Reporter Ole Skambraks berichtet vom rotem Teppich.
Andrea Oster im Gespräch mit Andreas Dresen, Regisseur (13.02.12), 3'53
Die Berlinale ist politisch. Dass Politik aber eine sehr mühsahme Basisarbeit ist, zeigt Regisseur Andreas Dresen in seiner Dokumentation "Herr Wichmann aus der dritten Reihe". Ein Jahr lang hat Dresen den politischen Alltag des 34-jährigen CDU-Landtagsabgeordneten Hendrik Wichmann mit der Kamera eingefangen. Wichmann kümmert sich um Bummelzüge, die ihre Türen nicht öffnen, oder um Radwege, die nicht gebaut werden sollen. Er lässt kein Kaffeekränzchen aus, um bei seinen Wählern den Puls zu fühlen. Wir haben mit Andreas Dresen, dem Regisseur des Dokumentarfilms gesprochen.
Juan Moreno im Gespräch mit Kevin Macdonald, Regisseur
(13.02.12), 4'44
Der britische Regisseur und Oscar-Preisträger Kevin Macdonald hat dem King of Reggae ein filmisches Denkmal aus Konzertausschnitten, Interviews und bisher teils unveröffentlichten Archivaufnahmen gesetzt. Er ist nicht der Erste, der Bob Marleys Karriere nachzeichnet, aber Macdonald tut es detaillierter als alle anderen. Es ist ihm gelungen, Mitglieder des zerstrittenen Marley-Clans zu befragen, die seit Jahren keine Interviews mehr gegeben haben.
Interview mit Tony Gatlif, Regisseur
(10.02.12), 4'31
Schuhe von afrikanischen Flüchtlingen werden an den Strand gespült. Dann taucht die junge Betty auf, auch sie kam über das Meer nach Europa. Ihre Reise als illegaler Flüchtling führt sie durch ein Europa im Wandel. Sie trifft Menschen, die sich gegen das System wehren, solidarisiert sich mit ihnen und marschiert in Demonstrationen mit. Stéphane Hessels Bestseller-Buch "Empört Euch!" dient als literarische Vorlage von "Indignados". Filme von Toni Gatlif sind immer auch Aufruf und Protest gegen alte Sichtweisen. Durch die geschickte Kombination von starken Bildern, imponierender Musik und aktuellen Geschehnissen, stellt er die Dringlichkeit einer politischen Situation dar.
Interview mit Sean McAllister, Regisseur
(10.02.12), 3'11
Einer der Schwerpunkte der Berlinale ist in diesem Jahr der Arabische Frühling. Dabei geht es nicht nur um Filme aus Tunesien, Ägypten oder Libyen. Auch im Jemen wurde die Entwicklung der Proteste dokumentiert - allerdings unter stark erschwerten Bedingungen. Als alle westlichen Journalisten aus dem Land gewiesen wurden, blieb der Brite Sean McAllister im Land und drehte ohne Genehmigung seinen Film "The Reluctant Revolutionary".
Evren Sekerci im Gespräch mit Ole Skambraks, Funkhaus Europa Reporter
(10.02.12), 4'08
Die Eröffnungsfeier der Berlinale war ein großes Fest. Etwas weniger begeistert zeigten sich die Kritiker jedoch vom ersten Film des Abends. Dass der Regisseur Klaus Lemke seine Hosen runter ließ, hatte damit allerdings nichts zu tun. Für den nötigen Glanz des Abends sorgten auch zahlreiche Prominente. Zwei Frauen strahlten dabei ganz besonders hervor: Diane Kruger und Virginie Ledoyen, die Hauptdarstellerinnen aus "Leb' wohl, meine Königin".
Zozan Mönch im Gespräch mit Britta Lumma
(09.02.12), 4'15
Auch Britta Lumma berichtet von der Berlinale und freut sich schon auf die 18 Wettbewerbsfilme und die Jagd auf den Goldenen und die Silbernen Bären. Mit Zozan Mönch sprach sie über den Eröffnungsfilm "Leb wohl, meine Königin", über Angelina Jolies Regiedebüt "In The Land Of Blood And Honey" und über die Stars, die über den roten Teppich schreiten werden.
Evren Sekerci im Gespräch mit Ole Skambraks, Funkhaus Europa Reporter
(09.02.12), 3'41
In Berlin gibt es drei Kartenvorverkaufsstellen für die Berlinale. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Tickets online zu bestellen - allerdings nur in begrenzter Stückzahl. Für die wahren Kinofans ist hier das Risiko, ohne Karte zu bleiben, viel zu groß. Sie schlagen lieber ihr Zelt vor einer der Vorverkaufsstellen auf, um bei der Schalteröffnung um 10 Uhr die ersten in der Schlange zu sein.
Der WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.