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Sendung vom 17. Januar 2012
Muhammad Ali war der Boxer der Superlative. Seine Kämpfe gegen George Foreman oder Joe Frazier sind Legende. Ali war ein Jahrhundertsportler, auch weil er konsequent und radikal handelte und vor allem als politische Figur polarisierte. Heute gilt er auch als "Ikone der Popkultur". Zu seinem 70. Geburtstag zollt Funkhaus Europa diesem Ausnahmesportler Tribut.
Natalie Akbari im Gespräch mit Jan Philipp Reemstma, Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Hamburg
(17.01.12), 3'29
Reportage aus einem Dortmunder Box Club von Philipp Glitz
(17.01.12), 3'13
Eine Legende wird 70. Einer der herausragendsten Athleten aller Zeiten feiert am Dienstag seinen Geburtstag. Obwohl Muhammad Ali seit 30 Jahren nicht mehr im Boxring stand, inspiriert er immer noch alle Generationen.
Sonny Liston, Joe Frazier und George Foreman - das sind nur einige seiner Gegner, die Muhammed Ali bezwingen konnte. Doch Muhammad Ali hat auch außerhalb der Boxarena Zeichen gesetzt: 1967, die USA befanden sich im Krieg mit Vietnam, verweigerte Ali den Wehrdienst mit der mit der simplen Begründung: "No vietcong has called me no nigger!"
Daraufhin wurde sein Boxweltmeistertitel aberkannt und er nahm er eine Sperre in Kauf, die ihn die besten Jahre seiner Karriere kostete. Die Anti-Kriegsbewegung rechnete ihm seine Verweigerung hoch an. Als politische Figur sorgte Muhammad Ali ist vor allem mit seiner Konversion für Aufsehen. 1964 tritt er vom Christentum zum Islam über. Er änderte seinen Namen: Aus Cassius Marcellus Clay wurde Muhammad Ali.
In den 80ern wurde bei dem Boxer das Parkinson-Syndrom diagnostiziert. Seitdem ist Muhammad Ali schwer gezeichnet. Trotzdem ist er für viele immer noch ein Idol und wird von Fans und Experten verehrt. Es gibt unzählige Filme, Bücher und Songs über "The World's Greatest." Funkhaus Europa gratuliert Muhammad Ali zum 70. Geburtstag!
"Float like a butterfly, sting like a bee", so beschreibt Ali seinen Boxstil. Im Kampf gegen Liston fügte er seiner Taktik an: "Your hands can't hit what your eyes can't see."
Schlicht "The Greatest" nannte Muhammad Ali sich selbst. Der Name entspricht seinem Selbstbewusstsein, das gleichzeitig die Faszination Alis ausmachte, der sich selbst Boxverächter nicht entziehen konnten. Aber "The Greatest" war nicht nur ein brillanter Boxer, sondern auch ein redegewandter Entertainer, der mit seinem losen Mundwerk häufig aneckte.
O-Ton-Collage
(17.01.12), 1'00
"I done something new for this fight. I done wrestled with an alligator. That's right. I have wrestled with an alligator. I done tussled with a whale. I done handcuffed lightning, thrown thunder in jail. That's bad! Only last week I murdered a rock, injured a stone, hospitalised a brick! I'm so mean I make medicine sick!"
Siham El-Maimouni im Gespräch mit Jonathan Fischer
(17.01.12), 5'14
Sein Einfluss reicht weit über den Boxring hinaus - besonders in der Musik wurde er abgefeiert. Ali ist bis heute eine Ikone der Popkultur. Und wer sich auf die Suche nach Tribute Songs über Ali begibt, wird auf folgende Compilation stoßen: "Hits & Misses - Muhammad Ali and the ultimate sound of fistfighting" - 22 Stücke aus der ganzen Welt zu Ehren des Champ. Die meisten aus den 70ern, nicht nur aus den USA, auch Lateinamerika und Afrika. Der Journalist Jonathan Fischer hat sie 2003 mit zusammengestellt. In Funkhaus Europa berichtet er über die Bedeutung Muhammad Alis in der Popkultur.
Carolina Quesada im Gespräch mit Ralph von Richthoven
(17.01.12), 5'27
Es war die Zeit der drei Fernseh-Programme in Deutschland und doch wurde nahezu überall über ihn berichtet: Cassius Clay aus Kentucky war auch außerhalb der Boxwelt in aller Munde. Er faszinierte mit seinem unvergleichlich eleganten Stil zu boxen und als "Großmaul" bekam er die Aufmerksamkeit aller Medien. Als Muhammad Ali ging er in die Geschichte ein - und lieferte Stoff für zahlreiche Songs. Musikredakteur Ralph von Richthoven hat einige davon hervorgekramt.
Muhammad Ali wird 70
Muhammad Ali
Ali Bumaye! [NDR]
Politik, Kultur, Gesellschaft [Funkhaus Europa]
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