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Social Media Games
Sendung vom 07. August 2012
2008 in Peking war es für sie noch verboten, in London ist es jetzt sogar erwünscht: Die Athleten der Olympischen Spiele sollen sich mitteilen - via Facebook, Twitter und Co. Und die Sportler tun es!
Siham El-Maimouni im Gespräch mit Donya Farahani, Funkhaus Europa-Reporterin
(07.08.12), 4'33
Die Olympischen Spiele in London gelten schon jetzt als die ersten Social Media Games. Allein von den 391 deutschen Athleten haben rund 120 eine eigene Facebook-Fanpage und rund 100 Sportler ein Profil bei Twitter. Den Fans gefällt das. Über 17,7 Millionen Fans hat der US-amerikanische Basketballer LeBron James bei Facebook und Twitter. Ihm folgt sein Teamkollege Kobe Bryant mit über 13,8 mio Fans. Platz drei geht an den Schweizer Tennisprofi Roger Federer mit über 11,3 Millionen Followern. Auch der schnellste Mann der Welt, Usain Bolt sowie der Rekord-Schwimmer Michael Phelps, gehören zu den Top 10.
Offizielle Twitter-und Facebook-Profile der Athleten
Offizielle Twitter Olympia Seite
Social Media Stream vom DOSB
Heldenticker der Deutschen Sporthilfe auf Facebook Die deutschen Sportler haben international gesehen deutlich weniger Fans. Turner Marcel Nguyen ist der beliebteste deutsche Olympia-Sportler mit über 150.00 Fans. Danach kommt Tischtennis-Star Timo Boll, mit weniger als die Hälfte an Verfolgern.
Posten und twittern ja - aber bitte die Regeln einhalten
Es gibt spezielle Regeln für die Sportler. Der Deutsche Olympische Sportbund hat einen Leitfaden von 20 Seiten an seine Sportler verteilt. Hierin steht beispielsweise: keine kommerziellen Tweets, keine Hinweise auf persönliche Sponsoren. Fotos sind okay, Videos nicht und Wettbewerbe oder andere Teilnehmer dürfen nicht - wie es die Journalisten machen - kommentiert werden.
Für manche Sportler platze der Traum von Olympia wegen eines unangemessenen Posts oder Tweets. Zum Beispiel der Schweizer Fußballer Michel Morganella. Nachdem seine Mannschaft gegen Südkorea verloren hat, twitterte er, dass die Südkoreaner eine Bande von geistig Behinderten sein. Daraufhin ging es für den Sportler zurück nach Hause.
Ähnlich erging es auch der griechischen Dreispringerin Paraskevi Papachristou. Für sie war wegen eines rassistischen Spruchs schon vor den Olympischen Spielen Schluss. Auch unsere Fahnenträgerin, die Hockeyspielerin Natascha Keller, hatte Ärger mit Twitter und einem gefälschten Tweet mit dem Wortlaut: "Das Olympia Dorf ist voller barfüßiger griechischer Sportler. Sobald wir sie sehen, stellen wir uns blöd, weil wir Angst davor haben, dass sie uns um einen Kredit bitten." Bald aber stellte sich heraus, dass ein griechischer Journalist versucht hat, die Äußerungen Keller zuzuschieben.
Neben den allgemeinen Angeboten zu Medaillenspiegeln, Statistiken und Vorberichten, gibt es auch Portale, die einen anderen Blick auf Olympia werfen. Zum Beispiel das Portal Buzzfeed. Hier geht es weniger um eine journalistische Berichterstattung, der Spaß steht im Vordergrund. Verrückte Rankings werden erstellt, wie zum Beispiel die Top 10 der ungewöhnlichsten Olympia Regeln. Ein Highlight: Beim Wasserball darf man dem Gegner nicht in den Schritt grapschen oder ihm ins Gesicht planschen.
Auch gibt es zahlreiche Foto-Collagen der US-amerikanischen Schwimmmannschaft um den Top-Schwimmer Michael Phelps. Ein Hit im Netz sind auch die Fotos der Beachvolleyballerinnen, auf denen man statt den Gesichtern die knackigen Hintern der Sporterlinnen sieht. Der Internetauftritt von Metro US hat sich gefragt, was denn wäre, wenn alle Fotografen auch die anderen Sportarten auf ähnliche Weise fotografieren würden. Dazu gibt es im Netz eine schöne Bildereihe mit nicht so schönen Bildern: Zoom auf Schritt und Hintern von Ringern, Läufern oder Turnern.
(Donya Farahani)
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