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Mobile World Congress

Leistungsschau der Entwickler-Szene

Sendung vom 22. Februar 2012

Am Montag (27.02.12) startet in Barcelona der Mobile World Congress, die weltweit größte Mobilfunkmesse. Besonders im App-Bereich schreitet die Entwicklung rapide voran. Computerexperte Jörg Schieb berichtet über neue Trends und stellt nützliche Apps vor.

Unsere Videos können Sie mit dem Macromedia Flash-Player ab der Version 8.0 ansehen. Den neuesten Flash-Player können Sie beim Hersteller Adobe unter folgender Adresse kostenlos downloaden:
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Siham El-Maimouni im Gespräch mit Jörg Schieb, Computerexperte

(22.02.12), 3'57


Mobil-Markt in Bewegung

Die großen Handyhersteller von einst, Nokia vor allem, kommen zunehmend in Bedrängnis, andere werden größer, etwa HTC oder Samsung. Nun will auch Google Smartphones und Tablets bauen. Vor einigen Monaten hat Google die Mobilfunksparte von Motorola gekauft: 12,5 Milliarden Dollar zahlt Google dafür. Doch erst jetzt haben die Behörden in USA und Europa grünes Licht für die Übernahme gegeben.

Google verfolgt mit der Übernahme vor allem strategische Ziele. Der Onlineriese will nun schon sehr bald eigene Android-Handys und Android-Tablets auf den Markt bringen. Für Google bringt das einige Vorteile, denn Google steht - zumindest teilweise - im direkten Wettbewerb zu Apple. Und Apple baut nun mal auch Geräte, hat so Einfluss darauf, was auf den Geräten installiert ist und wie sie aussehen. Jetzt kann Google das auch.


Kampf mit harten Bandagen

Der Stand von Google/Android auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona 2011.; Rechte: picture-alliance/dpa Bild vergrößern

Der Stand von Google/Android auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona 2011.

Es wird mit harten Bandagen gekämpft, denn es geht nicht nur darum, wer die meisten Handys baut und verkauft, es geht auch um die Hoheit der Geräte: Welche Software ist darauf installiert? Welches Betriebssystem? iOS von Apple, Android von Google oder Windows von Microsoft? Und damit: Welche Suchmaschinen werden benutzt, welche Online-Kartendienste, welche Apps - und wer darf Werbung anzeigen? Ein gigantisches Geschäft.

Das Gerangel im Hintergrund ist derzeit groß. Die Konsumenten profitieren von dem zunehmenden Wettbewerb: Alle Anbieter sind motiviert, gute Ideen zu entwickeln, sich gute Software und Onlinedienste auszudenken, und das alles natürlich zu guten Preisen, Hardware inklusive. Da kommen noch spannende Zeiten auf uns zu.


Apps boomen

Mehr zum Thema

Apps sind das Salz in der Suppe der Smartphone-Benutzer. Apple steuert mit rasantem Tempo auf 25 Milliarden Downloads im AppStore zu, auch der Android-Market der Android-Welt bietet immer mehr spannende Apps an und ist beliebt, andere App-Stores ebenfalls. Und immer wieder lassen sich Entwickler neue Apps einfallen, einige können überraschen


Remover – Die Welt sehen, wie man sie haben will

Zum Beispiel eine App namens "Remover" von der Softwareschmiede Scalado. Remover beendet ein altes Problem: Man befindet sich vor einer Sehenswürdigkeit, ein Platz, ein Gebäude, eine Straße - und will ein Foto machen. Natürlich laufen unentwegt Personen durchs Bild oder Autos fahren im Hintergrund. Störend. Nur wenige haben die Zeit oder Geduld auf den perfekten Moment zu warten. Remover macht nun etwas regelrecht Magisches: Man kann störende Personen oder Autos per Fingertipp entfernen. Einfach so.


Päärchen zeigt sich gegenseitig seine Smartphones; Rechte: dpa Bild vergrößern

Guck mal, so soll es aussehen.

Die Lücken werden gefüllt, das Bild wird nach und nach ruhiger, je mehr man aus dem Bild entfernt. Remover ist eine richtig tolle Idee und funktioniert auf modernen Smartphones nicht schlecht. Der Trick: Remover macht nicht nur eine Aufnahme, sondern "beobachtet" das Motiv eine Weile und kann dann genau erkennen, was sich bewegt und was still ist. Alles, was sich bewegt, kann anschließend entfernt werden. Remover berechnet dann das perfekte Bild. Natürlich klappt das nicht in jedem Fall: Wenn ein Tourist auf einem Stein rumlungert und sich nicht bewegt, dann kann man ihn auch nicht entfernen. Aber viele störende Elemente lassen sich mit der neuen App aus einem Foto entfernen. Ich bin sicher, so etwas wird sicher auch bald in hochwertigeren Kameras eingebaut. Hübsche Funktion.


Zugradar

Interessant für alle, die oder und gerne Bahn fahren: Die Deutsche Bahn tüftelt an einer Smartphone-App für iOS und Android, die die genaue Position von Zügen übermitteln soll. Die bisherige Navigator-App kann zwar auch den "Zuglauf" und die jeweilige Verspätung anzeigen, allerdings immer nur bezogen auf Halte-Bahnhöfe.

Die App "Zugradar" soll alle Zugbewegungen in Deutschland in Echtzeit darstellen können. Unklar ist noch, ob auch die Züge von DB-Wettbewerbern im Radar zu sehen sind und ob zum Beispiel die Aufenthaltsdaten von Güterzügen öffentlich zugänglich sind oder verkauft werden. Aber: Wir werden wohl schon bald genau sehen können, wo sich jeder einzelne Zug befindet. Für die Münchener S-Bahn funktioniert das schon, da gibt es schon eine spezielle App.


Lokalrunde per Handy

Mit BuddyBeer zum Beispiel kann man in Bars Bier bezahlen und seinen Freunden auch schon mal ein Bier ausgeben - wenn die Bars und Kneipen an das BuddyBeer-Netzwerk angeschlossen sind.


Arzttermin online buchen

Interessant ist auch Doxter: Damit lassen sich Arzttermine online buchen und auch die Sprechstundenzeiten ortsansässiger Ärzte abfragen. Ein praktisches Hilfsmittel, um schnell einen Arzt in der Nähe zu finden, der auch kann. Gute Idee - funktioniert aber natürlich nur dann wirklich richtig gut, wenn möglichst viele Ärzte mitmachen.


Foto-Apps beliebt

Beliebt sind auch alle Apps, die was mit Fotografieren zu tun haben, so wie Remover. Mit Instagr.am lassen sich Fotos blitzschnell in die sozialen Netzwerke schicken, mit Hipstamatic können Aufnahmen gemacht werden, die aussehen, als hätte man eine Kleinbildkamera mit grobkörnigem Schwarzweißfilm verwendet. Von solchen Apps gibt es immer mehr.
(Jörg Schieb)




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Kathrin Schröter

Moderation:
Kathrin Schröter

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