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Süperflimmern

Geld und Geister

Programmguide vom 19.09.12
HESAV s'anime! Animiertes Haus; Der Künstler Guillaume Reymond für HESAV

Wie aus einem schnöden Plattenbau Kunst wird, zeigt ein Videoclip der Universität Lausanne. Wie ein knurriger Arzt zum warmherzigen Sozialhelden wird, führt die Serie "A gifted man" vor. Und die lustige Seite der Finanzpolitik zeigt uns der Kabarettist Christoph Sieber. Süperflimmern - Alles Sehenswerte aus Netz und TV.


Geister, die ich nicht rief

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Zunächst erinnert das Ganze an "Grey's Anatomy". Wir finden uns wieder im hektischen Alltag eines Krankenhauses. Im Mittelpunkt steht ein Chirurg, der fachlich überragt, aber menschlich auf der ganzen Linie versagt. Der selbstverliebte und unfreundliche Michael Holt ist die Hauptfigur in der neuen Serie "A gifted man". Doch auch wenn es um einen Arzt in einem New Yorker Krankenhaus geht, ist die Serie mehr, als das nächste "Grey's Anatomy".

Das Leben von Micheal Holt kommt nämlich schlagartig aus dem Gleichgewicht, als er durch Zufall seine Ex-Frau auf der Straße trifft, zu der er schon länger keinen Kontakt mehr hatte. Sie verbringen einen schönen Abend miteinander, trinken Wein, sprechen über alte Zeiten. Als Holt jedoch am nächsten Tag versucht, seine Ex-Frau anzurufen, erfährt er, dass sie bereits vor zwei Wochen mit dem Auto tödlich verunglückt ist. Zunächst zweifelt er an seinem Verstand, beginnt sich selbst zu untersuchen und versucht sogar während einer Séance seine verstobene Ex-Frau aus einem Geist zu vertreiben.

Hilft aber alles nichts. Sie taucht immer wieder auf und überzeugt ihn schließlich sogar, seine medizinischen Fähigkeiten für Leute einzusetzen, die sich diese normalerweise nicht leisten können. Was zunächst ein wenig esoterisch klingt, entwickelt sich zu einer herzerwärmenden, sozialkritischen Serie, die auch immer wieder skurrile und witzige Situationen bietet. Kabel1 zeigt die Serie ab Freitag 22:15 Uhr zum ersten Mal im deutschen Fernsehen und danach in der Mediathek.


Lachen über ernste Sachen

Christoph Sieber ist Radiomoderator, Comedian im Fernsehen und Pantomime. Richtig dreht er aber auf, wenn er als Kabarettist auf der Bühne steht. Dann ist kein Thema sicher vor seiner spitzen Zunge. Er rechnet ab - mit der Politik, mit der Finanzwirtschaft, mit unserer Gesellschaft. Und da er sich da in Themengebieten bewegt, die häufig eigentlich gar nicht zum Lachen sind, wird er zwischendurch auch immer mal wieder ernst.

Das geschieht so plötzlich, dass einem als Zuschauer buchstäblich das Lachen im Halse stecken bleibt. Zurzeit tourt er mit seinem neuen Programm "Alles ist nie genug" durch Deutschland und 3Sat hat einen seiner Auftritte aufgezeichnet. Ausgestrahlt wurde es bereits am letzten Sonntag, ist aber noch in der ZDF-Mediathek zu finden.


In da house

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Dass Plattenbauten auch Kunst sein können, hat die medizinische Universität in Lausanne in der Schweiz bewiesen. Wie? Ganz einfach. Man nehme 110 Studenten, verteile sie auf die Fenster des Universitätshochhauses und stelle einen Fotografen davor. Die Studenten wurden dann angewiesen, zentimeterweise die Fensterläden am Gebäude zu verschieben. So sind aus tausenden Einzelbildern Muster und ganze Animationen an der Häuserwand entstanden. Das Ganze ist allerdings recht aufwendig. Für knapp 4 Minuten Film haben die 110 Studenten acht Tage lang Fensterläden verschoben. Der Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen und ein "Making off" ist gleich auch mit dabei.
(Sebastian Sonntag)





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