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Süperstyle

Hoch-Zeit bei der Heirat

Alternativen zu Brautkleidern und Co.

Sendung vom 02. August 2012

Wer Freunde im heiratswütigen Alter hat, konnte sich in den letzten Wochen wahrscheinlich kaum noch vor Einladungen retten. Die Sommermonate sind eine beliebte Zeit, um sich das Ja-Wort zu geben - und eine gute Gelegenheit, zu zeigen, was man im Kleiderschrank hat.

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Anna-Bianca Krause im Gespräch mit Cenk Başoğlu, Styleexperte

(02.08.12), 3'54


Während früher unschuldig in Weiß geheiratet wurde, zerbricht sich heute die Braut über ganz andere Dinge den Kopf und sucht nach Alternativen für ein Brautkleid. Aber auch die geladenen Gäste haben es nicht leicht und stehen immer wieder vor der Frage: Was ziehe ich an, um weder over- noch underdressed zu sein? Wenn sie dann noch auf mehreren Hochzeiten tanzen sollen und ihr Budget wegen des teuren Sommerurlaubs auch noch sehr schmal ist, gibt es hier die richtigen Tipps, um mit wenig Aufwand öfter mal zu glänzen.


Alternativen

Model mit Brautkleid; pa Bild vergrößern

Nicht immer nur weiß

Wer das märchenhafte robuste Brautkleid nicht in Weiß tragen möchte, kann in der Farbe ausweichen, denn besonders zart und unschuldig sehen auch Brautkleider in Pastellfarben aus. Türkis, ein zartes Bleu, in Puder oder aber Flieder sind die Farben, die bei Brautkleidern im Trend liegen. Besonders angesagt unter Bräuten sind derzeit kurze Modelle.
Auch crèmefarbene Brautkleider sind eine gute Alternative zu dem eher kalten Weiß und wurden von Prominenten wie Kate Moss zum Trend gemacht. Wer erinnert sich nicht an das zauberhafte Hippiekleid mit wertvollen Stickereien. Aber auch Hochzeitskleider in Gold, Silber oder Metallic sind denkbar. Hierbei gilt: Je intensiver die Farbe, umso schlichter sollte das Modell sein. Irisierende, also schimmernde Kleider sind das Neueste, was die Brautmode hergibt. Vor allem aber sind sie ein echter Hingucker. Auch mehrfarbige Brautkleider sind vorstellbar. Wie wäre es beispielsweise mit einem eleganten Bleistiftrock und einem Corsagenoberteil im Look der 20er-Jahre?

Das Schönste an unserer Zeit ist, dass sehr viele Epochen zurück liegen und wir nun nach Herzenslust in der Vergangenheit stöbern und uns inspirieren lassen können. Auch hier zählt: Erlaubt ist, was gefällt! Beachten sollte man allerdings, es nicht "zu bunt" zu treiben. Das gilt auch für das Make-Up. Schlichte und natürliche Werke, die das Gesicht betonen sind eher von Vorteil. Schließlich möchte man im Nachhinein auf den Fotos nicht maskiert aussehen. Schuhe, Handschuhe oder der Kopfschmuck sollten entweder in der gleichen Farbe oder der gleichen Nuance des Dresses gewählt werden.


Zu Gast auf einer Hochzeit

Festliche Kleider an der Stange; dpa Bild vergrößern

Was gefällt...

Was trägt man heutzutage eigentlich auf einer Hochzeit, ohne dabei total "drüber" oder "drunter" zu sein? Diese Frage stellen sich viele immer wieder und hier kommt die Antwort: am besten etwas, was den eigenen Typ unterstreicht. Denn es gibt nichts schlimmeres, als sich unwohl oder verkleidet zu fühlen.
Abgesehen von der Form und des Schnittes sollte erst die Farbe der Robe geklärt werden. Nach wie vor sind Nude-Töne sehr angesagt und passend für Feierlichkeiten. Wer nicht gerade die Schwester der Braut ist, sollte so oder so etwas gediegener zur Feier erscheinen.

Wer schlank und groß ist, hat verschiedene Möglichkeiten, wie beispielsweise ein Kasten-Top aus Seide in Puderfarben zu einem langen schwarzen Chiffonrock mit hohen matchfarbenen Absätzen. Dieses perfekte Outfit könnte man Outdoor noch mit einem schönen Schlapphut aufwerten. Auch Minikleider ohne Träger wären eine sehr schöne Alternative.

Etwas zierlichere Ladys sollten kurze Kleider oder Röcke tragen, um optisch etwas an der Größe zu schrauben. Je fülliger die Beine sind, desto länger wird der Rock, aber bitte maximal bis unter das Knie. Den Rest erledigen dann sehr hohe Schuhe. Hier darf es gerne ein Megaheel mit Plateau sein.

Frauen mit etwas mehr Oberweite sollten zu Kleidern mit ein wenig Arm greifen und auf ein tiefes Dekolletee setzen. Was auch sehr reizend ist, sind Kleider mit freiem Rücken.


Culture Check

Wichtig ist, dass man sich vorher erkundigt, ob eine andere Kultur, Religion oder Mentalität zu beachten ist. Denn da gibt es gewisse Regeln, an die man sich auf jeden Fall halten sollte, um nicht unangenehm aufzufallen.
Egal wie modern Türken in Deutschland wirken: Oft geht es bei der Hochzeit etwas züchtiger zu. Vor allem, wenn eine der Familien etwas gläubiger ist. Dann gilt es, nicht allzu aufreizend auf der Feier zu erscheinen. Ansonsten kann man auf einer türkischen Hochzeit nicht viel falsch machen.

Wer auf eine afrikanische Feierlichkeit eingeladen ist, sollte sich erkundigen, wie traditionell die Familie ist. Denn in vielen afrikanischen Kulturen steht schwarz-weiße Kleidung für Beerdigung und Trauer, was für eine Vermählung ziemlich unangebracht wäre.
(Cenk Başoğlu)





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