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Rezepte So isst Funkhaus Europa

Gaeng Keaw Wahn

Thailändische Küche

Sendung vom 05. Februar 2010

Das fertige Currygericht mit Stäbchen auf dem Teller; Rechte: WDR Bild vergrößern

Nur frische Zutaten!

In Thailands Straßen, findet man an fast jeder Ecke kleine, mobile Garküchen. Egal ob gebackene Bananen oder gebratene Nudeln, hier bekommt man fast alles. Essen in den Garküchen ist ganz sicher ein Erlebnis.


Huhn in grünem Kokoscurry - Gaeng Keaw Wahn

Die Zutaten in einem Wok; Rechte: WDR Bild vergrößern

Stilecht in einem Wok zubereitet

Zutaten

  • 500 g Hähnchenbrustfilet
  • 500 g Erbsen (frisch oder tiefgekühlt)
  • 100 g grüne Bohnen (frisch oder tiefgekühlt)
  • halbe Paprika
  • 150 g Champignons gewürfelt
  • 10 kleine rote Chillischoten
  • 6 kleine Thai Auberginen
  • 100 g Bambussprossen
  • 2 Stängel Thai-Basilikum
  • etwas Koriander
  • 1 Stängel Zitronengras (klein gehackt)
  • etwas Kaffir-Limettenblätter (wer will)
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 1 EL Currypaste, grün
  • 1 TL Garnelenpaste (Gapi)
  • 2 EL Fischsauce
  • 4 EL Pflanzenöl, zum Anbraten
  • 1 TL Zucker
  • etwas heißes Wasser zum aufgießen

Zutaten (grüne Currypaste)

  • 100 g Chilischote(n), kleine grüne
  • 1 TL Meersalz
  • 70 g Schalotte(n), geschält und fein gehackt
  • 80 g Knoblauchzehe(n), geschält und fein gehackt
  • 3 EL Galgant oder Ingwer, fein gehackt
  • 4 Stängel Zitronengras, fein gehackt
  • 1 EL Kaffir-Limettenblätter, fein gehackt
  • 1 TL Koriander, fein gehackt
  • 2 EL Pfeffer, weiße Körner
  • 1 EL Koriander, trocken geröstet
  • 1 EL Kreuzkümmel, trocken geröstet
  • 1 EL Fischsoße

Zubereitung Currypaste

Damit ein Thai Curry echt schmeckt, sollte die Currypaste zu Hause frisch hergestellt werden. Sie ist gekauften Currypasten um Längen überlegen. Am besten eignet sich dafür ein Steinmörser mit Stößel. Gibt es in jedem guten Asia Laden für ca. 15 EUR.
Bei allen Varianten ist die Vorgehensweise dieselbe. Man beginnt mit der härtesten Zutat und gibt dann nacheinander alle weiteren Zutaten hinzu. Den Anfang machen Pfeffer, gerösteter Koriander und gerösteter Kreuzkümmel, dann die Chilischoten, dann nach und nach alle anderen Zutaten.
Wer keinen Stössel hat, kann auch mit einem Stabmixer alle Zutaten zu einer Paste verrühren. Falls die Paste zu fest ist, einen weiteren Esslöffel Wasser zufügen.

Zubereitung Huhn

Hähnchenbrustfilet in dünne Scheiben schneiden. Etwa 2-3 Stunden vor der Zubereitung das Geflügel mit Sojasoße und Zucker marinieren. Danach das Fleisch anbraten und beiseitestellen. Das Gemüse ebenfalls kurz anbraten. Dann die Kokosmilch erhitzen (nicht kochen!) und die Currypaste einrühren. Etwas Garnelenpaste dazu. Noch eine Tasse heißes Wasser beigeben, aufkochen, dann das Gemüse und das Fleisch wieder zugeben. Etwa 5-10 Minuten leicht köcheln lassen und mit Fischsauce, Zitrone, Basilikum, Koriander, Zucker und Salz abschmecken.


Curry ABC

Nicht benötigte Reste von Currypaste lassen sich in Klarsichtfolie eingewickelt und/oder in ein dicht schließendes Gefäß gepackt im Kühlschrank gut 2-3 Wochen aufbewahren. Wichtig ist dabei, dass keine Zwiebeln mit verarbeitet werden. Diese kann man getrost später bei der Zubereitung eines Gerichtes dazu geben.

Die Chilimenge in einer Currypaste ist variabel und hängt von 3 Faktoren ab: erstens von der Art Curry, die gemacht wird, zweitens von den anderen verwendeten Zutaten und drittens von dem gewünschten Schärfegrad.
Die Farbe der Chiliarten ist auch eine wichtige Eigenschaft von Currys. Es geht nicht nur um den Unterscheid zwischen frischen grünen und roten Chilies, sondern auch um den zwischen den getrockneten langen roten Chilies. Man nimmt die dunklen, fast violetten für intensiv rote Currys, grüne Vogelaugenchilies werden für grüne Currypasten verwendet und die mit einer helleren Farbe für saure orangefarbene und gelbe Currys. In gelbe Currys wird zudem frisches Kurkuma verwendet. Auf gar keinen Fall Kurkumapulver als Ersatz nehmen. Durch das Pulver wird die Paste eher muffig.



AutorIn: Christoph Voigt


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