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Reisetipp

Weltreisen extrem

Nina Sedano hat 193 Länder erlebt

Sendung vom 27. August 2012

Es gibt Touristen, es gibt Reisende, und es gibt die "Most Traveled People". Sie reisen um die Wette und verewigen sich auf einer Rangliste im Internet. Nina Sedano ist eine von ihnen. Als einzige Frau in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat die Frankfurterin alle 193 Länder der Vereinten Nationen bereist. Und der Trip ist noch längst nicht vorbei.

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Kathrin Schröter im Gespräch mit Nina Sedano, Weltreisende

(27.08.12), 8 '05


Neun vollgestempelte Pässe sind der Beweis. Seit zehn Jahren ist Nina Sedano nahezu unentwegt auf Achse. Mit Turkmenistan konnte die Globetrotterin im vergangenen Jahr das letzte Häkchen auf ihrer ellenlangen Liste setzen. Von A wie Afghanistan bis Z wie Zentralafrikanische Republik - die Ländersammlerin hat die ganze Welt abgeklappert. Darunter Ziele, die in keinem Reisekatalog zu finden sind und atemberaubende Naturdenkmäler.


Geheimtipps einer Weltreisenden

Nina Sedano; privat Bild vergrößern

Nina Sedano in Nordkorea

Eine der wunderbarsten Landschaften fand sie in Tansania: Im Ngorongoro-Krater in der Serengeti schweift der Blick über eine weite Grasebene, durchzogen von Sümpfen und Seen. Nirgends sonst auf der Welt tummeln sich so viele Tiere auf engem Raum. Rund 25.000 Zebras, Büffel, Löwen, Leoparden, Gnus und Nashörner laufen Fotografen hier vor die Linse. "Für mich ist das einer der schönste Flecken auf Erden", schwärmt Nina Sedano. Ein anderer Geheimtipp: die Orkney-Inseln, draußen im Ozean hinter den schottischen Highlands - sie locken mit felsigen Klippen, prähistorischen Grabkammern und Ruinen. "Ein Paradies für Freunde mystischer Orte", sagt die 47-jährige Weltreisende.


Mutig, aber "nicht auf Selbstmordkommando unterwegs"

Sie flog in Länder, von denen manche noch nicht einmal die Namen kennen. Belize. Mauretanien. Und sie war auch in Ländern, die vielen zu ungemütlich sind: Afghanistan. Somalia. Sierra Leone. In der Regel reist die große Blondine allein. Sie ist nicht ängstlich, aber auch nicht "auf Selbstmordkommando unterwegs", wie sie sagt. "Ich gehe in Afrika zum Beispiel nie im Dunkeln allein auf die Straße. Und ich käme auch nie auf die Idee, irgendwo im Zelt draußen zu übernachten."

Jetzt träumt Nina Sedano davon, ihre Erlebnisse als Buch herauszubringen. Bislang unveröffentlicht ist ihr erstes Werk: das "Toiletten-Buch", in dem sie kulturelle Vergleiche des stillen Örtchens anstellt. Auf die Idee, das Reisen an den Nagel zu hängen, weil sie alle Länder erlebt hat, kommt sie nicht. "Ich habe ja längst nicht alles gesehen." Ganz besonders interessiert sich Sedano für die Weltkulturerbe-Stätten. Insgesamt 936 Denkmäler in 153 Ländern zählt die UNESCO - "da habe ich noch einiges abzuarbeiten!"
(Carmen Sadowski)





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