Montag, 21.05.2012
Sie befinden sich hier:
WDR.de
Funkhaus Europa
Service
Pilates auf Chipkarte?
Sendung vom 24. Januar 2012
Über 200 Millionen Euro steckten die Krankenkassen im Jahr 2010 in die individuelle Gesundheitsförderung. Jedes Mitglied kann davon profitieren. Wer zum Beispiel Sport treibt und gesund lebt, hat zumindest in einigen Fällen Anspruch auf einen finanziellen Zuschuss.
Beitrag von David Meiländer
(24.01.12), 2'21
Zumindest den Mitgliedsbeitrag müssen Kunden in der Regel selbst bezahlen. Gefördert werden primär einzelne Kurse, wie etwa Aquajogging, Rückentraining oder Yoga. Die dürfen aber durchaus im Fitnessstudio stattfinden. Einzige Bedingung ist, dass der Anbieter von einer gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland zertifiziert wurde.
Egal wo man Mitglied ist - maximal werden zwei Kurse bezuschusst, einige Kassen zahlen sogar nur einen. Fast überall gibt es höchstens 75 Euro pro Veranstaltung und 80 Prozent der Gesamtgebühr. Nur einige Betriebskrankenkassen scheren aus. Hier liegt die Obergrenze bei bis zu 250 Euro.
Ganz wichtig: Man muss regelmäßig am Kurs teilgenommen haben. Nur wer das nachweisen kann, hat einen Anspruch auf Förderung. Zudem finanzieren einige Krankenkasse nur Kurse, die man im vorhergehenden Jahr nicht schon belegt hat.
Die Techniker Krankenkasse und die AOK Rheinland/Hamburg zum Beispiel zahlen ihren Mitgliedern Geld, wenn sie sich gesundheitsbewusst verhalten. Bei letzterer sind es bis zu 70 Euro im Jahr, die Techniker stellt höchstens 110 Euro zur Verfügung. Das System funktioniert ähnlich wie bei Bonusmeilen im Flugzeug oder bei der Bahn. Wer sich gesundheitsbewusst verhält, etwa an Kursen teilnimmt oder ein Sportabzeichen ablegt, sammelt Punkte. Ab einer bestimmten Summe hat man Anspruch auf den Bonus. Hier können auch Untersuchungen, wie etwa die Krebsvorsorge, angerechnet werden. Die Barmer oder die DAK gehen hingegen einen anderen Weg. Sie zahlen ihren Mitgliedern für die gesammelten Punkte kein Geld, sondern Sachprämien: Mikrowellen, Rucksäcke oder Kaffeemaschinen.
Der WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.