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Süper DVD

Das Versteck

Rasanter Klamauk mit viel Situationskomik

Sendung vom 24. September 2012

Ohne ihn läuft im französischen Genre-Kino nicht viel: Luc Besson, der als Regisseur mit Filmen wie "Leon der Profi" oder "Das fünfte Element" Maßstäbe setzte. Für den Film "Das Versteck" stand er als Produzent Pate. Francesco Tornabene hat den Film, der nun als DVD erschienen ist, gesehen.

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Beitrag von Francesco Tornabene, Filmexperte

(24.09.12), 3'30


Ein Banküberfall irgendwo in Paris. Sechs Monate lang hat Kiko den Coup penibel vorbereitet, alles genau bedacht, doch die beste Planung taugt nichts, wenn man nicht die Dummheit seiner Kumpane berücksichtigt. Da wäre, zum Beispiel, Titi, der Fahrer des Fluchtautos. Während er vor der Bank in einem Fiat Panda wartet, bekommt er einen Anruf von seiner Frau, die ihn bittet, ihre Tochter vom Kindergarten abzuholen. Der Hort ist ganz in der Nähe, so könnte man die Wartezeit sinnvoll nutzen, denkt sich Titi, rast los und wird prompt wegen überhöhter Geschwindigkeit von der Polizei gestoppt. Damit beginnt eine turbulente Geschichte voller Verwicklungen und unerwarteter Wendungen.


Amüsante Tarantino-Hommage

Cover: Die Bankräuber und der kleine Terror; Universum Bild vergrößern

von Akim Isker

Dass dabei die Arbeiten von Quentin Tarantino Pate gestanden haben, ist unübersehbar, dennoch gelingt es Regisseur Akim Isker in seinem rasanten Spielfilmdebüt etwas ganz eigenes zu schaffen. Der Regisseur liefert eine Art familientaugliche Tarantino-Hommage, in der Gewalt etwas Comic-haftes hat und in der man absurden Slapstick findet, wie man ihn von dem französischen Meisterkomiker Jacques Tati kennt. Außerdem erinnert diese Komödie vergnüglich an Filmklassiker wie Mario Monicellis "Diebe habens schwer", der von einer Bande Einbrecher handelt, die alles falsch machen, was man nur falsch machen kann.


Zitate aus Komödien-Klassikern

Szene: Titi telefoniert im Fluchtwagen sitzend und soll nun seine Tochter abholen; Universum Bild vergrößern

Hol deine Tochter ab!

Auch in "Das Versteck" läuft vieles schief. Als die Gauner aus der Bank kommen, die sie gerade überfallen haben, und feststellen müssen, dass das Fluchtauto verschwunden ist, müssen sie improvisieren. Was tun? Sie rennen los, maskiert, die Maschinenpistole im Anschlag und suchen ein Versteck. Kiko ist der Meinung, dass eine nahegelegene Polizeidienststelle der ideale Unterschlupf wäre. Also marschieren die drei samt ihrer Beute in Höhe von 45 Millionen Euro ins Polizeirevier. Kiko behauptet, man habe ihm das Handy geklaut und jetzt wolle er eine Anzeige machen. Der diensthabende Polizist reagiert ziemlich ungehalten.

"Das Versteck" ist eine rasante Actionkomödie, die mit all ihrem Klamauk kurzweilige Unterhaltung liefert. Hier gibt es kein bekanntes Gesicht, doch es sind gute, ausdrucksstarke Gesichter, die man demnächst bestimmt auf der Leinwand wieder sehen wird. Vor allem Jalil Naciri in der Rolle des ständig panisch dreinblickenden Kiko sorgt für viel Spaß. Er versucht andauernd, seine Bande zu retten und merkt dabei nicht, dass er sie immer tiefer ins Chaos zieht. Sein Hauptanliegen während des ganzen Filmes ist es, das titelgebende Versteck zu finden und das führt die Bande immer wieder in sehenswert absurde Situationen.


Filminfos

Das Versteck
Originaltitel: La Planque (Frankreich 2011), ca. 89 Min.

Regie
Akim Isker

Schauspieler
Jalil Naciri, Gilles Bellomi, Ahcen Titi, Guillaume Verdier, Samira Lachhab, Dany Verissimo-Petit, Kamel Laadaili, Marco Locci, Antoine Basler, Ali Yaya, Pascal Aubert u.a.

Bildformat
Widescreen (1.78:1)

Tonformat
DTS HD 5.1 in Deutsch
DTS HD 5.1 in Französisch

Kein Bonusmaterial





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