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Filmtipp

Das verflixte dritte Jahr

Autobiographisch geprägte Komödie

Sendung vom 19. Juli 2012

Romantische Komödien sind ja eigentlich ein Genre, das vor allem ein weibliches Publikum ins Kino zieht. Diese französische Variante jedoch geht da einen anderen Weg: Mit teils derbem Witz - der im Deutschen derber klingt als im Original - spricht sie auch die Machos unter den Zuschauern an, ohne dabei die Frauen zu vergraulen.

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Juri Rescheto im Gespräch mit Lutz Gräfe, Filmexperte

(19.07.12), 3'55


Marc Maronnier könnte ein glücklicher Mann sein: Er hat eine schöne Wohnung mitten in Paris, einen Traumjob als Literaturkritiker und Nightlife-Kolumnist und eine schöne Frau. Doch die lässt sich von ihm scheiden, was der Macho nur schwer verkraftet. Zunächst ertränkt er seinen Frust in Alkohol und Selbstmitleid und dann schreibt er ein Buch "Das verflixte 3. Jahr", das er mit allerlei zynischen Bemerkungen über die Liebe im Allgemeinen und die Ehe im Besonderen spickt.


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Als er nach vielen Absagen endlich eine Verlegerin für sein Buch findet und dieses - unter Pseudonym - erscheint, tritt mit Alice eine neue Frau in sein Leben. Doch die ist leider mit seinem Cousin verheiratet und an einer Affäre mit ihm so gar nicht interessiert. Doch Marc lässt nichts unversucht und alles scheint für ihn zu laufen; doch dann wird sein Buch ein Bestseller und das Pseudonym bleibt nicht länger eines.


Kino, das den miesen Sommer vergessen lässt

Plakat zum Film: Marc (Gaspard Proust) und Alice (Louise Bourgoin); Prokino Bild vergrößern

von Frédéric Beigbeder

Frédéric Beigbeders Regiedebüt nach seinem Erfolgsroman ist durchaus autobiographisch geprägt und bietet dabei so manch urkomischen Moment, leider aber auch einige zum Fremdschämen. Dennoch bietet der digital fotografierte Film mit seiner hierzulande weitgehend unbekannten Besetzung gutes Unterhaltungskino und wenn am Ende der große Chansonnier Michel Legrand erscheint, ist das ein durchaus bewegender Moment.
(Lutz Gräfe)


Filminfos

Das verflixte 3. Jahr
Originaltitel: L'amour dure trois ans (Frankreich/Belgien 2012), Komödie, ca. 98 Min.

Regie
Frédéric Beigbeder

Schauspieler
Gaspard Proust, Louise Bourgoin, Joey Starr, Jonathan Lambert, Frédérique Bel, Nicolas Bedos, Elisa Sednaoui u.a.





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