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Filmtipp

Pommes essen

Ruhrpott-Komödie für die ganze Familie

Sendung vom 12. Juli 2012

Eigentlich müsste dieser Film "Die Entdeckung der Currywurst-Sauce" heißen oder mindestens: "Currywurst essen", denn in der Ruhrpott-Komödie, die wir Ihnen heute vorstellen möchten, dreht sich alles um das beliebte Fast-Food-Gericht. Wie auch immer, der Film ist trotz des leicht irreführenden Namens liebenswert.

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Beitrag von Francesco Tornabene, Filmexperte

(12.07.12), 3'31


Die 15-jährige Patty Frey träumt schon seit langem von einer Karriere als Starköchin. Am liebsten mit eigener TV-Sendung und mit vielen Fans, die ihre Rezepte nachkochen. Die Wirklichkeit sieht nicht ganz so glamourös aus. Patty lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter Frieda und ihren beiden Schwestern Selma und Lilo in einer Reihenhaussiedlung irgendwo in Duisburg. Mama Frieda führt eine Pommes- und Würstchenbude, in der Patty aushelfen muss.
Der Imbiss war früher mal Kult, denn hier gibt es die beste Currywurst-Sauce der Welt. Kreiert hat sie Friedas Vater, der vor kurzem gestorben ist. Er hat das Rezept für die Sauce Frieda vererbt, doch unter ihrer Leitung geht der Laden allmählich den Bach runter. Ihr Bruder Walter hingegen hat als "Pommes-King" Karriere gemacht. Ihm gehören in Duisburg etliche Fast-Food-Restaurants. Trotzdem fuchst es ihn, dass nicht er das Rezept geerbt hat, und er versucht immer wieder, doch noch an die Sauce zu kommen.


Lokalkolorit, glaubwürdige Figuren und gelungene Dialoge

Plakat zum Film: Schriftzug Pommes essen über der Pommesbude; oben Smudo, Thekla Carola Wied; unten Luise Risch, Marlene Risch und Tabea Willemsen; Dagstar Film Bild vergrößern

von Tina von Traben

Das ist der Ausgangspunkt für eine liebenswerte Ruhrpott-Komödie, die wunderbar auf mehreren Ebenen funktioniert. Es geht um den Überlebenskampf einer kleinen Imbissbude gegenüber einer großen Fast-Food-Kette, es geht um den Kampf einer Familie, die kurz davor steht, auseinander zu brechen. Und es geht darum, wie man Träume verwirklichen kann, ohne andere vor den Kopf zu stoßen.

Mit viel Lokalkolorit, glaubwürdigen Figuren, leiser Situationskomik und gelungenen Dialogen liefert Regisseurin Tina von Traben in ihrem ersten abendfüllenden Kinofilm gute Unterhaltung für die ganze Familie. Jede Figur hat ihren eigenen Charakter und funktioniert bestens, weil die Besetzung stimmt. In der Rolle von "Pommes-King" Onkel Walter etwa gibt Smudo von den Fantastischen Vier sein gelungenes Kinodebüt. Er ist hier so etwas wie der Bösewicht, doch man kann sein Verhalten trotzdem gut nachvollziehen.
(Francesco Tornabene)


Filminfos

Pommes essen
Originaltitel: Pommes essen (Deutschland 2012), ca. 85 Min.

Regie
Tina von Traben

Schauspieler
Luise Risch, Marlene Risch, Tabea Willemsen, Anneke Kim Sarnau, Smudo, Thekla Carola Wied, Eric Madsen u.a.





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