Freitag, 30.07.2010
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K.C. McKanzie ist eine junge Wahl-Berlinerin, die sich dem Folk verschrieben hat. Ihr Künstlername ist aus einem Spitznamen entstanden, der, so sagt sie selbst, passe aber viel besser zu ihrer Musik als ihr echter. Sie schwärmt von den tollen Momenten auf Festivals, bei denen sich am Ende viele der Musiker zusammenfinden und gemeinsam spontan noch ein paar Stücke spielen. Sie selbst hat jedes Jahr über 100 Konzerttermine und ist glücklich, dass sie von ihrer Musik in Berlin ganz gut leben kann. Vor kurzem erschien ihr viertes Album "Dryland".
Mein Name ist K.C. McKanzie, ich bin Musikerin und lebe in Berlin. Ich bin 27 Jahre alt.
Hallo, ich bin Budi, ich spiele Bass, Schlagzeug, alles was zu den Songs passt, alles was mir KC erlaubt, zu den Songs beizutragen - und ich bin der Fahrer!
Unseren Stil würde ich beschreiben als eine Mischung aus Folk, Americana, englischem Folk, Roots und Acoustic und Neo-Traditional.
Ich finde Englisch ist eine unglaublich rhythmische Sprache, eine sehr schöne Sprache, die singt sich so toll. Ich habe noch nie ein deutsches Lied geschrieben. Vielleicht mache ich es irgendwann, aber ich habe noch nie das Bedürfnis gehabt. Das ist halt das, was aus mir rauskommt, das ist eben so.
Songs schreiben ist sehr schwierig geworden. Es gibt diese 5-Minuten-Songs, die spuckt man so hin und es gibt Songs, an denen feilt man relativ lange. Ich habe das Gefühl, je älter ich werde, desto mehr muss ich feilen, weil ich auch diese Unbeschwertheit, diese Naivität verliere, das einfach so zu machen.
Die Hauptthemen in den Songs sind Liebe, Leidenschaft, alles was mit Gefühlen zu tun hat, alles was man nicht mehr rational erklären kann - Menschen, die aus Gefühlen handeln. Grenzsituationen, wo Gefühle zu viel werden, nicht mehr zu ertragen sind. Das war schon immer in der Poesie, in der Lyrik das Thema, was mich fasziniert hat.
Am Anfang war das eigentlich so ein kleines "Folk-Songwriter-ruhiges-Ding" , jetzt ist es viel größer. Wenn ich das erste mit dem vierten Album vergleiche, da ist viel mehr Schlagzeug drauf, viel mehr zweite Stimmen, aber uns ist wichtig, dass es authentisch bleibt. Das gehört zum Folk ja auch dazu, dass es eben ehrliche Musik ist von Leuten, die nicht unbedingt eine Superausbildung haben. Es ist Musik, die halt direkt von einem kommt und mit den Mitteln verwirklicht wird, die man hat.
Ich bin auf einer Farm aufgewachsen, 100 Kilometer südlich von Berlin und daher kommt vielleicht auch die Liebe zu dieser Art von Musik, zur Country-Musik; Folk, weil ich mich wiederfinde in diesen Lebensansichten, die in dieser Musik widergespiegelt werden.
AutorIn: Irene Hummel
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