Samstag, 04.02.2012

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World Live

Achtung neue Sendezeit: 23.00 - 01.00 Uhr

World Live

Zwei Stunden Livemusik pur

Paco Mendoza, Summerstage 2009; Rechte:  WDR

World Live nimmt Sie mit in Konzerte, die Funkhaus Europa präsentiert hat. Wir sind ständig auf der Suche nach den interessantesten, innovativsten und dynamischsten Künstlern, die auf der Bühne ihre ganze Kraft entfalten. Livemusik hat für Funkhaus Europa als Global Pop-Sender eine besondere Bedeutung und in unserem Programm einen festen Platz. Dazu betätigen wir uns auch als Förderer der Kulturszene im Sendegebiet und tragen dazu bei, dass Acts aus aller Welt überhaupt bei uns auftreten können.

Unsere Ü-Wagen haben die Atmosphäre in Clubs, Konzerthallen und auf Festivals in bester Qualität eingefangen, und in "World Live" hören Sie das Ergebnis: Volle zwei Stunden Livemusik pur.


Das Programm

der kommenden Wochen


05.02.2012

Nneka
Lausanne
27.10.2011


12.02.2012

Fiesta Latina: Calle 13, Systema Solar und Los De Abajo
Nyon
19.-22.7.11


19.02.2012

Immisitzung
Bürgerhaus Stollwerck, Köln
04.02.2012

26.02.2012

Selah Sue, Afrocubism, Tarrus Riley (Paleo Festival) ,
Nyon (CH)
21. und 23.7.11


Nneka

Sonntag, 05.02.2012

Nneka; Privat

Nneka gehört, neben Patrice, Ade Bantu oder Ayo, zu den Größen der afrodeutschen Szene. Die gebürtige Nigerianerin ist schon immer ganz eigene Wege gegangen, besitzt eine unverkennbare Stimme und ist in ihren Texten immer "conscious", politisch und sozial bewusst.

Die Tochter eines Nigerianers und einer Deutschen studierte in Hamburg, dort begann ihre Karriere, kürzlich aber ist sie wieder nach Nigeria zurückgekehrt. Lagos, die Metropole dieses riesigen afrikanischen Staats, sorgt für einige ihrer Themen- mit dem Trubel, dem Chaos und den Alltagsproblemen bietet Lagos die intensive Erfahrung, die Nneka braucht. Ihre Musik schöpft aus Afrobeat, Soul, HipHop und in den Konzerten erklärt sie ausführlich die Themen ihrer Songs und sieht sich als Kämpferin gegen Korruption, Umweltzerstörung und die Ausbeutung ihres Landes durch internationale Ölkonzerne. In Nigeria ist sie längst ein Superstar, in Frankreich auch, und in den USA gab es erste Achtungserfolge. Nneka live- das ist eine intensive, spirituelle Erfahrung!


Fiesta Latina: Calle 13, Systema Solar und Los De Abajo

Sonntag, 12.02.2012

Calle 13; Calle 13

Paleo: dieses Festival im schweizerischen Nyon hat eine lange wechselhafte Geschichte. Es begann als "First Folk Festival" im Jahre 1976, wurde 1977 zum "Nyon Folk Festival", 1983 zum "Paleo Folk Festival", und seit 1986 firmiert dieses größte Event in der Schweiz als "Paleo Festival Nyon".

Über 200.000 Fans kommen jährlich, immer wird ausverkauft gemeldet, und das Programm mit ca. 200 Bands hat es in sich. Stilgrenzen gibt es kaum: Rock, Alternative, Elektronik, Folk, Reggae- die Vielfalt ist enorm, und im letzten Jahr kam ein starkes Kontingent aus Lateinamerika in die Schweiz:

Calle 13, die Reggaeton-Helden aus Puerto Rico haben inzwischen mit viel Power, Provokation und Ironie weltweiten Erfolg und wurden gerade durch mehrere Latin-Grammies geehrt. Latin, Rap und Rock gehören zu ihrer Welt wie die Folk-Tradition ihrer Heimat. Dass Calle 13 gerade live ihre volle Kraft entfalten, bewiesen sie auch bei der Funkhaus Europa- Summerstage im letzten Jahr.

Systema Solar ist ein buntes Kollektiv aus Kolumbien. Die sieben Systematiker bekennen sich zur Kultur der Pikos – jener ambulanten Sound-Systems jamaikanischer Art, zu denen die kolumbianische Karibik-Küste tanzt – und brauen eine scharfe Sauce durch unbekümmertes Mischen und Zermahlen von Electro-Beats, Dub, Rap und traditionelleren lokalen Klängen wie Cumbia, Porro und Champeta. Diese Agitatoren mit den aufmüpfigen Texten sorgen für eine farben-, rhythmen- und bilderreiche Show, die sich auch nur mit Radio-Sound gut vermittelt.

Los De Abajo ("die von unten") sind eine zehnköpfige Aktivisten-Bande aus Mexiko, die eine grossartige Palette von Klängen und Stilen bietet, die von der Tradition und der Moderne gleichermassen geprägt sind. Latino-Sounds verbinden sich hier kraftvoll und mühelos mit Ska, Rap, Rock oder Reggae zu einem leckeren Eintopf mit vielen Instrumenten, den sie "Tropi-Punk" nennen. Warme Blechinstrumente, mehrstimmige Gesänge und engagierte Texte sind das Markenzeichen dieser Gruppe, die auf der Bühne immer für Aufruhr sorgt.


Immisitzung

Sonntag, 19.02.2012

Immisitzung; Immisitzung

"Jede Jeck is von woanders" - das Motto der Immisitzung war Programm und stand für ein internationales Ensemble. Schauspieler, Musiker, Tänzer und Puppenspieler aus der Türkei, Griechenland, Brasilien, Russland, Ägypten, Mexiko, den USA und sogar aus Westfalen brachten ein Karnevalsprogramm aus Tanz, Theater, Sketchen und Musik auf die Bühne.

Thema dieser "anderen" Karnevals-Sitzung war das Multi-Kulti-Leben hierzulande, das Spannungen und Konflikte ebenso wie lustige und aberwitzige Situationen mit sich bringt. Stoff für 15 Künstler und Kreative, die das kölsche Brauchtum um eine kurzweilige multikulturelle Facette bereicherten.

Die Immisitzung ist eine Nummernrevue im Stil einer Kabarettshow. Das rund dreistündige Programm geht mit ironischem Witz und scharfem Humor dem gesellschaftlichen Treiben und dem Kölner Karneval aus Sicht von Zugezogenen ("Imis") auf den Grund. Die Akteure wurden unterstützt von den Domgeistern, zwei Puppen, eine deutsch und eine französisch, die immer wieder auftauchten und kein Blatt vor den Mund nehmen.

Das Ensemble aus aller Welt fand die Themen in ihrem eigenen Umfeld. Mit einer gesunden Portion Selbstironie kamen Fragen auf die Bühne, die sonst keiner ansprechen kann oder will, die den Künstlern aber selbstverständlich vertraut sind. Migrantenpower im Kölner Karneval pur!


Selah Sue, Afrocubism, Tarrus Riley (Paleo Festival)

Sonntag, 26.02.2012

Selah Sue; Selah Sue

Zum zweiten Mal widmet sich Funkhaus Europa "World Live" einem der herausragenden Festivals für Global Pop, dem Paléo im schweizerischen Nyon, das vom 21.-24.Juli 2011 über die Bühnen ging. Wie vielfältig das Programm im letzten Jahr war, zeigt sich schon an den drei Acts des heutigen Abends: Von Mali geht es über Belgien in die Karibik! Im Einzelnen:

Afrocubism:
Der Name Afrocubism könnte einen zeitgenössischen Kunststil bezeichnen, aber dem ist nicht so! Beste traditionelle malische Musik verbindet sich mit den kubanischen Klängen des notorischen Buena Vista Social Club. Die malischen Musiker sollten ja ursprünglich bei dem Projekt mitmachen. Da sie jedoch kein Visum erhielten, erreichte es ohne sie Kultstatus. Dem Label "World Circuit" war es aber eine Herzensangelegenheit, den eigentlich geplanten afrokubanischen Austausch doch noch stattfinden zu lassen: Daraus wurde Afrocubism. Der Gitarrist Eliades Ochoa ist einmal mehr mit dabei, diesmal an der Seite von Bassekou Kouyaté, Toumani Diabaté und vielen anderen Musikern bei einem geografisch zwar unerwarteten, in musikalischer Hinsicht jedoch sehr überzeugenden Treffen.

Selah Sue:
Sie war gerade 22, als sie von Milow und später von Prince himself entdeckt wurde: Selah Sue ist ein neuer Diamant des Soul. Kaum zu glauben, dass sie blond ist und aus Belgien stammt. Mit ihrer heiseren Stimme und hinreissenden Kompositionen gehört sie zum Clan der Sängerinnen, die sich keine Stilgrenzen auferlegen, wie beispielsweise Janelle Monae oder M.I.A. Gehen sie dem unschuldigen Blick ihrer blauen Augen nicht auf den Leim: Die bisweilen mit Duffy verglichene junge Belgierin flirtet zwar mit Soul, aber ihre stark von Reggae, Rap und Singer-Songwriterpop inspirierte Musik klingt virtuos und abgeklärt. Ein großes Talent, deren Debütalbum bei Funkhaus Europa CD der Woche war.

Tarrus Riley:
Tarrus Riley ist zwar in den USA geboren, aber von seiner jamaikanischen Kultur hat er nichts verloren. Er gehört zu den aufsteigenden Sternen der neuen Reggae-Generation und setzt auf harmonische Sounds. Seine Liebeslieder sind ebenso bekannt wie seine Protestsongs, und das Charakteristische an seinen Kompositionen ist ein ganz persönlicher und melodischer Stil, dank dem er auch unerwartete Stücke wie Michael Jacksons "Human Nature" in seiner eigenen Version übernehmen und sich gleichzeitig von seinem Vater Jimmy Riley, einer anderen Reggae-Ikone, abgrenzen kann. Nicht weniger als sechs Auszeichnungen bei den Reggae Academy Awards 2008 konnte er verbuchen, und seine einprägsamen Songs sind zweifellos "Contagious"- ansteckend: So der Name seines letzten Albums.


Playlisten


Jetzt im Programm

06.04 bis 10.00 Uhr
Cosmo

Nesrin Hagen

Moderation:
Nesrin Hagen

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