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Globalista  

Jasper Van't Hof im Funkhaus Europa-Interview

Globalista

Sendung vom 10. Oktober 2009

PILI-PILI: Die einmalige Reunion des Afro-Europa-Musikprojekts von Jasper Van't Hof
Am 10.10.09 in Wuppertal, Börse

Vor 25 Jahren stellte ein schnurrbärtiger niederländischer Jazz-Pianist ein neues Projekt auf die Beine, das bahnbrechend, neu und wirklich grenzenlos war: Pili Pili hieß die Band von Jasper Van't Hof, die Afrika und Europa, Jazz und Rock zusammenbrachte.

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Jasper Van't Hof im Interview bei Joachim Deicke

JVH: "Das ist entstanden aus einer Reise, einer Tournee in Zaire, 1982/83. Und das hat einen enormen Eindruck hinterlassen. Ich kam zurück und hab schon sehr stark Ideen aus Afrika mitgenommen. Und da hab' ich die Firma gefragt, ob ich statt eines Schlagzeugers einen afrikanischen Trommler und Gesang für die Produktion mitnehmen darf. Das hat drei, vier Monate interne Diskussionen gegeben, und dann sind wir nach London gegangen und haben da Kontakt bekommen mit einer Band aus Guinea. Und da ist Pili Pili entstanden."


FHE: Für Jasper Van't Hof war es eigentlich ganz logisch, Afrika in den Mittelpunkt seiner Musik zu rücken:

JVH: "Als Jazzmusiker wirst du konfrontiert mit der amerikanischen Kultur. Aber da spürt man, dass der Jazz einen sehr starken afrikanischen Background hat. Und bei diesen Wurzeln zu sein… das kannst Du dir nicht vorstellen, was für ein Gefühl das ist, wenn Du entdeckst, wo deine Emotionen als Wurzel liegen."


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Pili-Pili

FHE: Und Pili-Pili wurde zu einer festen Institution. Einige der besten Musiker aus Europa und Afrika zogen da am gleichen Strang. Izaline Calister aus Curaçao, der Schlagzeuger der Dissidenten, ein ungarischer Saxophonist, eine Posaunistin aus London, und immer wieder weltoffene und engagierte Talente aus Afrika gehörten zu Pili-Pili - vorneweg Angélique Kidjo, die später zum Weltstar wurde.
Vor fünf Jahren allerdings trennte man sich und ging eigene Wege. Doch nun hat sich Jasper Van't Hof noch einmal bitten lassen, für ein einziges Konzert am 10.Oktober in Wuppertal - zum 35. Geburtstag des Kulturzentrums ‘Börse':

JVH: "Die haben uns gefragt, ob ich die Band noch mal zusammenkriegen könnte. Also die Band von 1984: Da weiß ich nicht mal, ob die Leute noch alle leben. Ich habe dann Angelique Kidjo angerufen, aber das ging nicht. Und dann hab' ich zurückgegriffen auf die" Zentrale" von der Band: Marlon Klein und Annie Whitehead zum Beispiel, und Dra Diara, Mabinthy Sakho."

Autor: Joachim Deike



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