Samstag, 04.02.2012

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Das Thema

Tage des Zorns

Unruhen in vielen arabischen Ländern

Unruhen in Bahrain; dpa

Tunesien und Ägypten waren nur ein Anfang: Die Protestbewegung gegen autoritäre Regime in der arabischen Welt breitet sich aus. Unruhen wurden aus Libyen, dem Jemen, Iran und Bahrain gemeldet. Mehrere Tote bei Polizeiseinsatz gegen Proteste in Bahrain. Erstmals seit Beginn der Massenproteste in der arabischen Welt haben am Sonntag auch in Marokko viele tausend Menschen politische Reformen gefordert. Zu den Großkundgebungen in der Hauptstadt Rabat, in Casablanca, Tanger und anderen Städten hatte eine Gruppe junger Marokkaner über das Internetportal Facebook aufgerufen. Allein in Rabat marschierten am so genannten "Tag der Würde" schätzungsweise mehr als sechstausend Menschen von der Altstadt bis vor das Parlament. Die Rufe nach mehr Demokratie im Königreich werden immer lauter.


Flüchtlingsansturm auf Lampedusa

Junge Tunesier fliehen nach Europa

Flüchtlinge auf Lampedusa; dpa

Italien schlägt Alarm und die EU ist alarmiert: Auf der Mittelmeerinsel Lampedusa landeten in den vergangenen Tagen illegal Tausende Tunesier an. Es ist die Perspektivlosigkeit in Tunesien, die junge Menschen massenhaft auswandern lässt. Mit ihnen geht auch Reformkraft aus dem Land.


Das Misstrauen bleibt

Demonstranten auf dem Tahrir-Platz

Demonstranten auf dem Tahrirplatz; dpa

Die meisten Anhänger der Demokratiebewegung haben den Tahrir-Platz in Kairo geräumt. Einige wollen aber bleiben, bis all ihre Forderungen erfüllt sind. Sie misstrauen der Armee, die jetzt das Land kontrolliert. Gestern soll sie 38 Demonstranten verhaftet haben.


In die Zukunft ohne Mubarak

Militär will sich an die Verträge mit Israel halten.

Mubarak hält eine Rede nach dem marsch der Millionen; dpa

Grenzenlose Freude über den Machtwechsel: Die Demonstranten in Ägypten haben bis in die frühen Morgenstunden am Samstag den Sturz von Präsident Husni Mubarak gefeiert. Einen Tag nach dessen Rücktritt kündigte die Opposition in Kairo ein Ende der Proteste auf dem Tahrir-Platz an.


Krise in Ägypten

Hunderttausend gegen "halbe Revolution"

Tahrirplatz in Kairo gefüllt mit Abertausenden von Demonstranten; dpa

Unter dem Druck der Massenproteste hat Präsident Mubarak eine Verfassungsreform angekündigt. Die Demonstranten beeindruckte er damit kaum. Mehr als 100.000 Menschen beteiligten sich an den Protesten. Statt einer "halben Revolution" fordern sie Mubaraks Rücktritt.


"Tag der Abreise"?

USA verhandeln über Ablösung Mubaraks

Demonstrationen in Kairo; dpa

Für den von Regierungsgegnern ausgerufenen "Tag der Abreise" des ägyptischen Präsidenten Mubarak haben sich Zehntausende Menschen auf dem Tahrir-Platz in Kairo versammelt. Sie fordern lautstark den Rücktritt Mubaraks.


Ohne Mut zum Risiko

Ashton und Ägypten

Die USA arbeiten mit hochrangigen Vertretern der ägyptischen Regierung an Rückzugsszenarien für Präsident Mubarak - dieser lehnt einen Rücktritt aber weiter ab. Die Lage auf dem Tahrir-Platz ihn Kairo blieb in der Nacht relativ ruhig. Für heute kündigten die Regierungsgegner neue Proteste an.


Opposition will Mubarak sofort loswerden

Proteste in Kairo; dpa

Ägyptens Präsident Hosni Mubarak hat mit seiner Ankündigung, im September aus dem Amt zu scheiden, die Opposition nicht beruhigen können. Noch in der Nacht forderten Demonstranten in Kairo seinen sofortigen Rücktritt. Oppositionsvertreter kündigten an, ihre Proteste gegen den Staatschef fortzusetzen.


Proteste in Ägypten

"Marsch der Millionen" in Ägypten

Mohammed ElBaradei, der am Donnerstag in Kairo eintraf, will sich an die Spitze der Demonstrationsbewegung setzen. ; dpa

In Kairo ist aus dem "Marsch der Millionen" ein riesiges Fest geworden - bei dem die Demonstranten bereits den bislang nicht erfolgten Rücktritt des Präsidenten feiern. Die Oppositionsgruppen haben sich angeblich darauf geeinigt, mit Vizepräsident Suleiman zu verhandeln - vorausgesetzt, Mubarak tritt zurück.


Unruhen in Ägypten

Regierung kappt Handynetz und Internet

Protestierende Frau in Kairo; dpa

In Ägyptens Hauptstadt Kairo haben sich den vierten Tag in Folge Tausende Menschen versammelt, um gegen die Regierung zu demonstrieren. Die Polizei setzte nach Angaben von Augenzeugen Gummigeschosse, Tränengas und Wasserwerfer ein. Einem unbestätigten Bericht des Fernsehsenders Al Dschasira zufolge ist eine Person bei den Protesten ums Leben gekommen. Zahlreiche Menschen seien verletzt worden.


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