Internationale Wochen gegen Rassismus
15.-28. März 2010
Funkhaus Europa nimmt die Internationalen Wochen gegen Rassismus
zum Anlass zu fragen, wie es europaweit um den Rassismus bestellt
ist. Täglich sendet Funkhaus Europa daher Reportagen und Gespräche
zum Thema.
Die Araber haben in der Türkei einen schweren Stand - trotz der
gemeinsamen Religionszugehörigkeit: Für viele Türken essen die
Araber nur mit den Händen, sie sind schmutzig und sie haben die
Türken während des ersten Weltkriegs "verraten". Auch in der
Alltagssprache kommen die Araber nicht gut weg. Doch dieses Bild
ändert sich in den letzten Jahren.
Rassismus im Fußballstadion
Auch die Fußballstadien bleiben vom Rassismus nicht verschont. In
Spanien wurde der Kameruner Samuel Eto'o Jahre lang angepöbelt. In
Italien heißt das neueste Opfer der Rassisten: Mario Balotelli, ein
italienischer Fußballspieler ghanaischer Herkunft. Auch in
Deutschland, insbesondere in den niedrigeren Ligen, werden nicht
selten die Spieler mit dunklen Hautfarben beschimpft und beleidigt.
Rassismus im Fußballstadion
Gespräch mit Prof. Gunter A. Pilz, Vorsitzender der DFB-Arbeitsgruppe "Für Anerkennung und Toleranz, gegen Rassismus und Diskriminierung"
Piazza (19.03.10), 5'42
Rassismus in Schweden
Einwanderer haben oftmals allein wegen ihres ausländisch klingenden
Namens schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Ein Weg aus der
Misere raus zu kommen: Die Namensänderung. Jährlich stellen über
sieben Tausend Personen einen Antrag auf Namensänderung.
Rassismus in den Niederlanden
60 Jahre lang dachten die Niederländer, sie seien ein Land, in
dem Rassismus nicht existiert. Kürzlich schnitt der Rechtspopulist,
Geert Wilder, bei der Kommunalwahl extrem gut ab. Nun fürchten ihn
alle für die bevorstehende Parlamentswahl. Die Islamfeindlichkeit
richtet sich vor allem gegen Marokkaner. Ist Wilders "Partei für
die Freiheit" rassistisch?
Rassismus in Spanien
In Spanien werden Polizeibeamte angehalten, bei ihren Streifen
besonders sogenannte 'Papierlose' festzunehmen. Damit nötigen die
Vorgesetzten die Beamten zum Rassismus und Gesetzesverstoß, sagen
Menschenrechtsgruppen und Juristen. Besonders häufig werden
Schwarze in Spanien kontrolliert.
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