Sonntag, 19.05.2013
Sie befinden sich hier:
WDR.de
Funkhaus Europa
Musik
"Hai delle isole negli occhi"
Sendung vom 16. August 2012
Ein Lied, das Sanftheit und Ruhe ausstrahlt: Tiziano Ferro singt "Hai delle isole negli occhi". Wie es zu dem Song kam, der uns auf eine einsame Insel entführt, und welche Anekdoten bei der Liveaufnahme in Los Angeles entstanden sind, erzählt uns Tiziano Ferro in der Story Behind.
Tiziano Ferro: "Hai delle isole negli occhi - Du hast Inseln in deinen Augen" habe ich in einer Stunde geschrieben. An einem Osterfeiertag vor einem Jahr. Ich habe auf meine Cousine gewartet, wir sollten zusammen Mittag essen. Sie ist eine meiner besten Freundinnen. Wir sind zusammen aufgewachsen. Ich hatte diese Melodie im Kopf. Der Gedanke an diesen Ton verfolgte mich seit Tagen, ich konnte sogar nicht schlafen. Aber ich hatte keinen Text. Dann habe ich an Sie gedacht - meine Cousine. Sie ist ein Mensch, die schon mit ihrem Blick Sanftheit ausstrahlt. Sie ist einer dieser Menschen, die beruhigen, ganz einfach mit ihren Augen.
Das hat mich an das Gefühl erinnert, als wäre man auf einer einsamen Insel, am Strand, und fühlt sich einfach nur wohl. Es gibt Menschen, die diese Begabung haben, Ruhe auszustrahlen. In diesem Song habe ich versucht, diese Fähigkeit zu beschreiben und fest zu halten. Menschen, die mit kleinen Gesten dein Leben verändern, sogar verbessern können. Es gibt diese Menschen, die eine große Ruhe in sich tragen und es nicht einmal bemerken.
Historischer Tag? Weil ich in 32 Jahren das Privileg hatte, viele Leute zu treffen, die mein Leben verändert haben. Sie haben für mich ganz normale Tage in historische Tage verändert. Für das Lied hat mich eine Person inspiriert, die ich sehr gern habe. Und ich hatte auch das Glück viele andere gute Menschen zu treffen. Menschen, die mit einer Geste, einer Überraschung, einem Ratschlag oder einem Satz dein Leben oder ein kleines Fragment deines Tages verändern konnen.
Ich habe den Song geschrieben und mit einem HipHop-Loop unterlegt. Für die Albumaufnahmen sind wir nach Los Angeles geflogen. Ich war sehr nervös, weil ich diesen US-Musiker vorher nicht kannte. Plötzlich, während der Liveaufnahme, stoppte Mark Landau, einer der besten noch lebenden Gitarristen der Welt, die Aufnahme und sagte: "Wir sollten das Lied langsamer spielen". Ich habe seinen Ratschlag befolgt. Wir haben das Lied langsamer gespielt. Später sagte ich: "Das ist es!", und ich wollte die Aufnahme nicht mehr wiederholen. Mein Bassist Reggie Hamilton sagte: "I've never seen six guys in the same place doing some sexy thing like this. This is sexy music". "Ich habe nie sechs Jungs auf einmal gesehen, die so ein sexy Ding machen wie dieses. Das ist sexy Musik!"
(Cristina Giordano)
Der WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.