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Lokalmatador

G. Rag Y Los Hermanos Patchekos

Das einzige Caribbean Trash Orchestra

Sendung vom 22. August 2012

Mal Cajun gepaart mit Cumbia, dann wieder Country Tropical: Live geht bei G. Rag Y Los Hermanos Patchekos der Punk ab und zwar auf Lateinamerikanisch. Die zwölf Multi-Instrumentalisten aus München bringen Musik und Lebenslust aus den Anden ins Alpenvorland. Ihr aktuelles Album "Pain Perdu" ist auf ihrer Homebase Gutfeeling Records erschienen.

Gruppefoto von G. Rag Y Los Hermanos Patchekos; Privat


Bitte stellt euch kurz vor!

G. Rag: Ich bin der G. Rag, ich bin der Bandleader von G. Rag Y Los Hermanos Patchekos.
DJ Ernesto: Ich bin der Ernie und ich bin bei G. Rag Y Los Hermanos Patchekos die Secret Weapon. Zusammen sind wir das einzige Carribean Trash Orchestra auf der Welt.


Was ist eure Entstehungsgeschichte?

G. Rag: Wir haben uns vor 13 Jahren gegründet. Damals gab es noch gar keinen DJ Shantel oder LaBrassBanda. Wir kamen alle aus dem Punkrock und hatten keinen Bock mehr auf riesige Marshall Boxen und Schlagzeuge, die aus 10.000 Trommeln bestehen. Wir wollten unsere Musik auf das Nötigste reduzieren.
Unser Schlagzeuger Mr. Zelig spielt auf einer Plastikkiste als Kick und einem Aschenbecher als Snaire. Wir wollten unsere eigene Rhythmik entwickeln und die kommt der lateinamerikanischen sehr nahe. Es gibt jede Menge Geklapper und Geschepper aus Blech. Dazu kommen noch ein paar lateinamerikanische Instrumente wie Claves, Guira oder eine Fisch-Ratsche. Das bringt natürlich nochmal eine zusätzliche lateinamerikanische Nuance mit rein.


Lateinamerikanisches Lebensgefühl in München, geht das zusammen?

DJ Ernesto: Es gibt ja zwei München: Einmal, dass was die Leute von außen immer sehen. Das Bussi-Bussi-München, das Porsche-München. Das ist natürlich da, aber es gibt halt auch noch ein Sub-München. Im Biergarten nach der zweiten Maß, fühlst du dich schon ein bisschen mehr Patcheko.


Gibt es eine lustige Geschichte von euch auf Tour?

DJ Ernesto: Wir waren mal mit einem kleinen Oldtimer-Bus unterwegs. Kurz vor Jena hat es Krach gemacht und der Motor war kaputt.
G. Rag: Dann haben wir den Bus nach Weimar abschleppen lassen. Während wir unser Equipment mit verschiedenen Autos zum Auftritt gebracht haben, haben Freunde von uns, Tag und Nacht am Motor rum geschraubt.
DJ Ernesto: Am nächsten Tag ging es dann ganz normal weiter.
G. Rag: Obwohl wir zwölf Musiker sind, sind wir die pünktlichste Band der Welt.


Wie kommt ihr zu neuem musikalischen Input?

DJ Ernesto: Wir sind halt alle kranke Musikkonsumenten. Irgendwann lernst du irgendwas kennen. Irgend eine Band covert irgendwas und du entdeckst das Original und denkst dir: "Ja, das ist genau der Scheiß!" Oder du hörst deine erste Afrobeat-Platte und denkst dir: "Das ist ja der Hammer!" Und so geht das immer weiter. Die Welt ist so spannend und es kommen immer mehr Musiken auf einen zu und man nimmt das dann einfach auf, wie ein Schwamm und versucht was draus zu basteln.
(Georg Milz)





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